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60
Februar 2003
Bibelbund e.V. Infobrief Nr. 60

Schriftleitung & Verlag: Friedrichsgrüner Str. 83, D-08269 Hammerbrücke, Tel. 037465/40707, Fax: 037465/44422, eMail: verlag@bibelbund.de
Internet: http://www.bibelbund.de

Inhalt:

Wort zum Nachdenken Richard Bergmann
Anselm Grün und seine Lehre Eric Podico
Der einzige Überlebende Verfasser unbekannt


Wort zum Nachdenken

"Alle Revolutionen haben bisher nur eines bewiesen, nämlich, dass sich vieles ändern lässt, bloß nicht die Menschen." (Karl Marx)

Als Marx das schrieb, schaute er auf kleine unbedeutende Revolutionen zurück. Große Umwälzungen hoffte er in Gang setzen zu können. Alles Bisherige sollte davon in den Schatten gestellt werden. Endlich aber auch das gewaltige Projekt der Erneuerung der Menschen.

Hoffte er das wirklich? Bedurfte es dazu nicht einer gewissen Realitätsferne, eines Realitätsverlustes? Natürlich kannte Marx die Menschen seiner Zeit. Er kannte die Kriminalitätsstatistik. Er studierte die Zeitungen. Man sagt, er hätte am Ergehen der Leute Anteil genommen. Realitätsfern war er bestimmt nicht zu nennen.

Es lag etwas in der Luft. Allenthalben formten sich die Dinge neu. Sei es in der Wirtschaft, sei es in den neu entstehenden Gemeinderichtungen. Es war eine Aufbruchszeit. Man fand sich nicht mehr mit den jeweiligen Verhältnissen ab und drängte mehr oder minder auf Veränderung. Marx nun eben auf seine bekannte Weise.

Anders heute. Eher passiv, eher niedergedrückt, vertrauens- und erwartungslos ist die Stimmung. Auf Fragen nach der Hoffnung kommen eher deprimierte Äußerungen. Besonders der Einzelhandel verspürt die daraus resultierende Konsumverweigerung.

Christen lassen sich beeinflussen. Marx konnte Millionen mobilisieren. Unser Herr ebenfalls? Er redete in jede geschichtliche Phase hinein mit seinem Programm: "Siehe, ich mache alle neu." Auch den Menschen? Ja, auch den Menschen, an dem wiederum die marxistische Revolution scheiterte. Jesus schafft den neuen Menschen, von der Sünde frei, für Gott lebend.

Richard Bergmann

Anselm Grün und seine Lehre

Dieser katholische Mönch ist weit über seine Kirche hinaus auch im evangelikalen Raum bekannt und beliebt. Doch vielen Christen ist nicht klar, was er wirklich lehrt.

1 Die Lehre

Man kann diese Lehre mit folgenden Begriffen beschreiben: Katholizismus, Mystik, optimistischer Humanismus und Tiefenpsychologie statt Theologie.

1.1 Systematische Verleugnung der Macht Jesu

Anselm Grün interpretiert die Wunder Jesu so, als ob sie keine Wunder gewesen wären. Jesus wird nur als guter Ratgeber bezeichnet, der für Psychologen "ein gutes Beispiel" ist und nur "innere Heilungen" bzw. Heilungen des Selbstwertgefühls schaffe. Im folgenden einige Beispiele:

1.1.1 Heilung der verkrümmten Frau

"Und siehe, da war eine Frau, die achtzehn Jahre einen Geist der Schwäche hatte; und sie war zusammengekrümmt und gänzlich unfähig, sich aufzurichten. Als aber Jesus sie sah, rief er ihr zu und sprach zu ihr: Frau, du bist gelöst von deiner Schwäche! Und er legte ihr die Hände auf, und sofort wurde sie gerade und verherrlichte Gott ... Diese aber, die eine Tochter Abrahams ist, die der Satan gebunden hat, siehe, achtzehn Jahre lang, sollte sie nicht von dieser Fessel gelöst werden am Tag des Sabbats?" (Lk 10,13-16)

Herr Grün meint nun, Jesus richtet die Frau auf, indem er sie anschaut, sie zu sich ruft und ihr all das Positive zusagt, das er in ihr sieht. Und er berührt sie zärtlich ... er berührt die Frau, damit sie selber in Berührung kommt mit der Kraft und der Würde, die in ihr ist...[ 1 ]

Die Bibel sagt aber, dass diese Frau geistlich gebunden war. Die "Kraft in sich selbst" ist ein Ausdruck, wie er in der Esoterik, im Heidentum und im Satanismus zu finden ist und gefordert wird. Die Existenz und Macht der Dämonen wird mit einem fehlenden Selbstwertgefühl vertauscht.

1.1.2 Heilung des Gelähmten

Zuerst muss der Gelähmte seine innere Haltung ändern, bevor er auch körperlich aufstehen kann ... Er hindert mit diesem Befehl den Gelähmten daran, um sich selbst zu kreisen, sich Gedanken zu machen, ob er wohl richtig gehen und zu sich stehen könne.[ 2 ]

Wenn man das liest, fragt man sich, ob der Mensch wirklich gelähmt war! Aber vielleicht hat es den vier Trägern Spaß gemacht, einen psychisch Kranken bis auf das Dach zu schleppen und ihn durch das Loch hinunterzulassen. Die Bibel sagt, dass der Herr ihn körperlich geheilt und ihm sogar seine Sünden vergeben hat.

1.1.3 Heilung in Bethesda - der "Vergleicher"?

Jesus sagt: "Steh auf, nimm deine Trage und geh!" (Jo 5,8.) Anselm Grün meint:

Du kannst aufstehen, du kannst gehen. Lass das Vergleichen, lass das Jammern, lass das Weinen! Steh auf, stell dich, richte dich auf, sei aufrecht! Du kannst gehen. Es geht schon.[ 3 ]

Es sieht bei Grün immer so aus, als wären die Kranken nicht körperlich, sondern nur psychisch krank gewesen. Man fragt sich: Warum lag dieser Mann dann seit 38 Jahren dort? Andere hätten ihm doch schon früher sagen können: "Lass das Vergleichen, lass das Jammern!"

Die Tatsache, dass Jesus körperlich heilte, ist bei Grün vollkommen verschwunden, im Kontext wird kein Bezug mehr darauf genommen (z.B. der Kommentar und die Überraschung der Pharisäer, oder die Wiederbegegnung des Geheilten mit Jesus). Jesus hilft den Menschen nach Grün nur, sich selbst zu heilen.

1.1.4 Eine verdorrte Hand - der Angepasste?

Jesus heilte den Angepassten, indem er ihn herausfordert: "Steh auf und stell dich in die Mitte!" (Mk 3,3)

Jetzt kann er sich nicht mehr anpassen, jetzt muss er sich vor allem seiner eigenen Wahrheit stellen. Jetzt muss er zu sich stehen.

Die Pharisäer hatten die Wirklichkeit dieser Krankheit besser erkannt: "Und sie lauerten auf ihn, ob er ihn am Sabbat heilen würde, damit sie ihn anklagen könnten." (Mk 3,2)

Als der Kranke in der Mitte stand, stand das Werk von Jesus "in der Mitte" und nicht der Mann mit sich selbst. Doch die Augen des Anselm Grün richten auf sich das Innere dieses Mannes und nicht auf Jesus.

1.1.5 Weitere Beispiele

Zachäus: Es war Heilung durch Gemeinschaftsgefühl. Der Blindgeborene war ein Arrogant.[ 4 ]

Die Bibel sagt aber: Der Gelähmte konnte nicht gehen. Jesus kann sogar die Sünden vergeben und er hat die Macht zu heilen (unheilbare natürliche Krankheiten, sogar Blindgeborene und Krankheiten dämonischen Ursprungs).

1.2 Der andere Weg: Ich selbst

Und er wird im Glauben einen Weg finden, trotz seiner Verletzungen und Kränkungen seine göttliche Würde zu entdecken und so ein gesundes Selbstwertgefühl zu entfalten.[ 5 ]

Begriffe wie "Ich, Selbstwert, innere Einheit, unser Selbst, sich selbst akzeptieren" sind in der modernen Gesellschaft und der esoterischen Welt zwar sehr akzeptiert, sie sollten Christen aber nicht täuschen.

Denn wenn wir unseren Zustand nicht kennen, können wir unsere Sünden nicht bekennen und uns bekehren. Der Heilige Geist überführt uns von Sünde, die psychologische Lehre des Anselm Grün verhindert es. Diese Art Tiefenpsychologie vertritt u.a. folgende unbiblischen Lehren:

Gottes Wort spielt dabei keine wirkliche Rolle. Anselm Grün meint zu Mt 13,44: "Der kostbare Schatz steht für uns selbst!" Damit verleugnet er die Wirklichkeit des Reiches Gottes. Sein Heilsweg ist die Suche in sich selbst. Nach der Bibel gibt es aber nur einen Weg zum Heil.[ 6 ]

1.3 Leugnen der Autorität der Bibel

Verschiedene Aussagen zeigen, was Anselm Grün von der Heiligen Schrift hält: "Wir sind nicht wirklich verloren, nur in gewisser Weise Sünder ..." Er betrachtet biblische Ereignisse als Mythen[ 7 ] und nimmt nicht wirklich ernst, was da steht, gerade, wenn es um Heilungen geht.

Die Folge ist, dass Herr Grün seine geistliche Nahrung in anderen Quellen sucht: In der Betrachtung von Ikonen, in körperlichen Übungen[ 8 ], in Ritualen[ 9 ], in psychologischen Lehren. Dabei setzt er andere Schriften praktisch der Bibel gleich.

2 Wer ist Anselm Grün?

"Er sagte aber auch ein Gleichnis zu ihnen: Kann etwa ein Blinder einen Blinden leiten? Werden nicht beide in eine Grube fallen?" (Lukas 6,39.)

Schon dass Grün nach wie vor ein katholischer Mönch ist, sollte genügen, um die Frage zu beantworten. Denn man kann nicht dem Evangelium von Rom[ 10 ] und dem Evangelium von Jesus Christus gleichzeitig dienen. Ein Katholik, der sich bekehrt, wird früher oder später diese antichristliche Kirche verlassen (2Ko 6,14-17).

Das Evangelium von Rom leugnet den einzigen Weg des Heils in Jesus, bietet Selbsterlösung durch Werke, täuscht die Masse mittels "Hintertüren des Himmels" (Fegefeuer, Marias Hilfe), leugnet das vollkommene Opfer Jesu am Kreuz, verleugnet die Autorität der Schrift und führt die Menschen in den Götzendienst. Das Evangelium der Römisch-Katholischen Kirche ist ein "anderes Evangelium"[ 11 ]

Man fragt sich, wieso Christen ihre geistliche Quelle bei einem katholischen Mönch suchen. Dieser Mönch kennt die Bedeutung von "Sünde" nicht, wie kann er dann das "Heil" verstehen? Er ist doch nur ein Weiser dieses Zeitalters.

1Kor 2,6-7: "Wir reden aber Weisheit unter den Vollkommenen, jedoch nicht Weisheit dieses Zeitalters, auch nicht der Fürsten dieses Zeitalters, die zunichte werden, sondern wir reden Gottes Weisheit in einem Geheimnis, die verborgene, die Gott vorherbestimmt hat, vor den Zeitaltern, zu unserer Herrlichkeit."

Christ zu sein bedeutet Nachfolger von Jesus zu sein. Grün sieht Jesus aber nur als einen modernen Psychologen seiner Zeit. Jesu Tod für unsere Schuld ist in Grüns Schriften quasi nicht erwähnt.

3 Unsere christliche Haltung

"Wenn aber auch wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als Evangelium entgegen dem verkündigten, was wir euch als Evangelium verkündigt haben: er sei verflucht! Wie wir früher gesagt haben, so sage ich auch jetzt wieder: Wenn jemand euch etwas als Evangelium verkündigt entgegen dem, was ihr empfangen habt: er sei verflucht!" (Gal 1,8-9)

Wie gehen wir nun mit dieser Lehre um? Es kann eigentlich nur die eine Lösung geben: Abstand von dieser Lehre nehmen. Sie sollte nicht propagiert und in keiner Weise vertreten werden. Dazu gehört auch, seine Schriften nicht in den Gemeinden zu verbreiten. Verbreiten hieße bereits, sie auf dem Büchertisch zu führen oder ähnliches.

Wer Anselms Lehre befürwortet, sollte geduldig und mit Liebe aufgeklärt und überzeugt werden. Wünschenswert ist in jedem Fall eine deutliche Distanzierung in der Sache.

Die ICH-zentrierte Lehre von Anselm Grün erinnert eher an Lehren aus diesem Jahrhundert (Apg19,19), als an die Lehre Jesu. Wir sollen prüfen, wie weit wir von Begriffen wie Selbstwertgefühl, Innere Heilung, oder anderen psychologischen Lehren beeinflusst worden sind.

"Lasst euch nicht fortreißen durch verschiedenartige und fremde Lehren! Denn es ist gut, dass das Herz durch Gnade gefestigt wird, nicht durch Speisen, von denen die keinen Nutzen hatten, die danach wandelten." (Hebr 13,9.)

Unser Schweigen zu dieser esoterischen Flut lässt den Teufel nicht nur in der Welt, sondern auch in unseren Gemeinden Fuß fassen. Es ist unsere Aufgabe als Jünger Jesu, das aufzudecken.

Lasst uns bedenken, dass alles viel ernster ist, als wir bei vordergründiger Betrachtung meinen: "Was sage ich nun? Dass das einem Götzen Geopferte etwas sei? Oder dass ein Götzenbild etwas sei? Nein, sondern dass das, was sie opfern, sie den Dämonen opfern und nicht Gott. Ich will aber nicht, dass ihr Gemeinschaft habt mit den Dämonen." (1Kor 10,19f.)

Wirkliche Hilfe wird uns dann, wenn wir die Autorität der Heiligen Schrift wieder in den Mittelpunkt stellen. Dann gewinnen wir Maßstäbe.

4 Gegenüberstellung: Anselm Grün - Gottes Wort.

Die folgenden Tabellen sollen Aussagen Anselm Grüns direkt den Aussagen der Bibel gegenüberstellen. Sie stammen aus Grüns 1995 veröffentlichter Schrift "Selbstwert entwickeln - Ohnmacht meistern. Spirituelle Wege zum inneren Raum" und aus dem Magazin "Aufatmen" aus dem Bundes-Verlag der FEG.

Aus: "Selbstwert entwickeln - Ohnmacht meistern":

Anselm Grün Gottes Wort
52/ In der Begegnung mit Jesus bekommen diese Menschen den Mut, zu sich zu stehen, sich selbst anzunehmen, sich aufzurichten und ihren wahren Wert zu entdecken. Röm 7,18: Ich weiß, dass in mir ... nichts Gutes wohnt.
32/ Wie man an sich arbeiten kann, um sicherer zu werden Joh 12,25: Wer sein Leben liebt, verliert es; und wer sein Leben in dieser Welt hasst, wird es zum ewigen Leben bewahren.
34/ Jesus heilt das mangelnde Selbstwertgefühl des Zachäus, indem er ihn einfach anschaut und sich selber bei ihm zum Essen einlädt. Lk 19,9f: Heute ist diesem Haus Heil widerfahren, weil auch er ein Sohn Abrahams ist; denn der Sohn des Menschen ist gekommen, zu suchen und zu retten, was verloren ist.
37/ Jesus heilt den Gelähmten, indem er ihn einfach auffordert ... Er hindert mit diesem Befehl den Gelähmten daran, um sich selbst zu kreisen, sich Gedanken zu machen, ob er wohl richtig gehen und zu sich stehen konnte. Mk 2,10f: Damit ihr aber wisst, dass der Sohn des Menschen Vollmacht hat, auf der Erde Sünden zu vergeben - spricht er zu dem Gelähmten: Ich sage dir, steh auf, nimm dein Bett auf und geh in dein Haus!
Jesus will uns nicht in erster Linie sagen, dass wir Sünder sind, sondern dass wir Söhne und Töchter Gottes sind. Apg 3,19: So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden.
142/ er wird im Glauben einen Weg finden, ... und so ein gesundes Selbstwertgefühl entfalten Jo 14,6: Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.
In Maria feiern wir unsere eigne Erlösung Jes 44,6: Ich bin der Erste und bin der Letzte, und außer mir gibt es keinen Gott.
72/ Gott will in uns geboren werden 1Jo 5,1: Jeder, der glaubt, dass Jesus der Christus ist, ist aus Gott geboren
31/ Unser Selbst ist ein Geheimnis Jo 17,3: Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.
88/ In den Mythen vom Himmelssturz der Engel 2Pt 1,16: Denn wir haben euch die Macht und Ankunft unseres Herrn Jesus Christus kundgetan, nicht indem wir ausgeklügelten Fabeln folgten.
Als Glaubender muss ich auch all die Hilfen in Anspruch nehmen, die mir die Psychologie anbietet Rö 15,4: Denn alles, was früher geschrieben ist, ist zu unserer Belehrung geschrieben, damit wir durch das Ausharren und durch die Ermunterung der Schriften die Hoffnung haben.

Aus dem Magazin "Aufatmen":

Anselm Grün Gottes Wort
"Selbstwert entwickeln" , "Gut mit sich selbst umgehen" Mt 16,24: Dann sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir!
Grün gibt dir das Gefühl, dass es um dich geht Mk 8,27: Was sagen die Menschen, wer ich (Jesus) bin?
Nach einem Buch von Anselm Grün ist man ein Stück reicher. 2Tim 3,7: Die immer lernen und niemals zur Erkenntnis der Wahrheit kommen können.
Nicht Regeln, ... Normen lassen uns Gott finden, ... die Begegnung mit den eigenen Träumen, Ängsten und Enttäuschungen. Hebr. 11,6: Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muss glauben, dass er ist und denen, die ihn suchen, ein Belohner sein wird.
Gott im Innersten seines Herzens, das ist der Weg auch zum Wahren Selbst, zum eigenen unverfälschten Wesen. 1Pt 2,2: Seid wie neugeborene Kinder begierig nach der vernünftigen, unverfälschten Milch.
Sich selbst begegnen, Gott begegnen Jo 7,18: Wer aus sich selbst redet, sucht seine eigene Ehre; wer aber die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt hat, der ist wahrhaftig, und Ungerechtigkeit ist nicht in ihm
Seine positiven Kräfte entfalten Röm 7,18: Denn ich weiß, dass in mir, das ist in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt.
Sich selbst verstehen und begreifen lernen, sich annehmen und bejahen, sich selbst vergeben können und sich ... Psalm 79,9: Hilf uns, Gott unseres Heils, um der Ehre deines Namens willen. Rette uns und vergib unsere Sünden um deines Namens willen!
In der Begegnung mit uns selbst wird unsere Schuld offenbar Jes 6,5: Da sprach ich: Wehe mir, denn ich bin verloren. Denn ein Mann mit unreinen Lippen bin ich, und mitten in einem Volk mit unreinen Lippen wohne ich. Denn meine Augen haben den König, den HERRN der Heerscharen, gesehen.
Barmherzig mit sich umgehen Rö 8,13: ... wenn ihr aber durch den Geist die Handlungen des Leibes tötet, so werdet ihr leben.
Wollen wir die Wirkmacht des Wortes durch unser Verstehen in Kraft setzen, weil der Glaube doch aus der Predigt kommt? Weit gefehlt. Rö 10,14: Wie aber sollen sie an den glauben, von dem sie nicht gehört haben? Wie aber sollen sie hören ohne einen Prediger?
Evangelische Christen betrachten den Menschen in der Regel als grundsätzlich durch die Sünde verdorben ... denen nur eine völlige Neuerung Rettung bringen kann 2Kor 5,17: Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.
Insofern ist die Psychologie für den Pater Dienerin der Theologie ... Die Psychologie ist "Hilfsmittel" 1Kor 3,19: Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit bei Gott; denn es steht geschrieben: Der die Weisen fängt in ihrer List.
Die Regel der Benediktiner haben sich auch andere Orden zu eigen gemacht, weil sie das rechte Maß kennt und durch ihre psychologische Weisheit überzeugt 1Kor 2,4: Meine Rede und meine Predigt bestand nicht in überredenden Worten der Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft.
Was den heutigen Christen vorrangig fehlt? ... "Ordnung, Symbole und Rituale." Wie steht es mit Glaube, Heiligung, Wahrheit, Heiligem Geist?
Dabei hilft ihm die Ikonenbetrachtung 2Mo 20,4: Du sollst dir kein Götterbild machen, auch keinerlei Abbild dessen, was oben im Himmel oder was unten auf der Erde oder was in den Wassern unter der Erde ist.
Es folgt ... Bibelstudium oder Studium anderer Schriften. ... wenn auch Grün faszinierende griechische Mythen auslegt ... 2Tim 4,4: Sie werden die Ohren von der Wahrheit abkehren und sich zu den Fabeln hinwenden.
Zum Besitz und Geld hat der Mönch eine gesunde Einstellung. Jak 5,3: Euer Gold und Silber ist verrostet, und ihr Rost wird zum Zeugnis sein gegen euch und euer Fleisch fressen wie Feuer; ihr habt Schätze gesammelt in den letzten Tagen.
Es macht ihm sichtlich Freude, wenn er zum Telefonhörer greift, um Aktiengeschäfte zu tätigen. Hebr 13,5: Der Wandel sei ohne Geldliebe; begnügt euch mit dem, was vorhanden ist! Denn er hat gesagt: "Ich will dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen"

"Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene" (Röm 12,2).

Eric Podico

Der einzige Überlebende

Der einzige Überlebende eines Schiffbruches wurde an ein kleines, unbewohntes Eiland gespült. Er suchte den Horizont ab nach irgend einer Hilfe. Doch niemand schien vorüberzukommen. Er war erschöpft, als es ihm endlich gelang, eine kleine Hütte aus Treibholz zu bauen, um sich selbst vor den Naturelementen zu schützen, und seine paar Habseligkeiten aufzubewahren.

Doch dann, eines Tages, nach einer Suche nach etwas Essbarem, kam er wieder zurück und sah seine kleine Hütte in Flammen, der Qualm stieg zum Himmel auf. Das Schlimmste war passiert - alles war verloren. Er stand benommen da, mit Kummer und Zorn. "Gott, wie konntest du mir das antun?", weinte er. Früh am nächsten Tag jedoch, wurde er wach durch den Klang eines Schiffes, das sich dem Eiland näherte. Es war gekommen, um ihn zu retten.

"Wie wusstet ihr, dass ich hier bin?" fragte der erschöpfte Mann seine Retter.
"Wir sahen dein Rauchsignal", erwiderten sie.

Es ist leicht, entmutigt zu werden, wenn sich die Dinge schlecht entwickeln. Doch wir sollten nicht verzweifeln, denn Gott ist am Wirken in unserem Leben, auch inmitten von Trauer und Leid. Denke daran, das nächste Mal wenn deine kleine Hütte bis auf den Grund abbrennt, dann mag es vielleicht gerade ein Rauchsignal sein, welches die Gnade Gottes herbeigerufen hat.

Für all die negativen Dinge, die wir zu uns zu sagen haben, hat Gott eine positive Antwort.

Du sagst: "Es ist unmöglich."
Gott sagt: "Alle Dinge sind möglich." (Lukas 18, 27)

Du sagst: "Ich bin zu müde."
Gott sagt: "Ich werde dir Ruhe geben" (Matthäus 11, 28-30)

Du sagst: "Keiner liebt mich wirklich."
Gott sagt: "Ich liebe dich." (Johannes 3, 16; 13, 34)

Du sagst: "Ich kann nicht weitermachen."
Gott sagt: "Meine Gnade ist ausreichend." (2. Korinther 12, 9; Psalm 91, 15)

Du sagst: "Ich kann die Dinge nicht begreifen."
Gott sagt: "Ich werde deine Schritte lenken." (Sprüche 3, 5+6)

Du sagst: "Ich kann es nicht tun."
Gott sagt: "Du kannst alle Dinge tun." (Philipper 4, 13)

Du sagst: "Das ist es nicht wert."
Gott sagt: "Das wird es wert sein." (Römer 8, 28)

Du sagst: "Ich kann mir nicht selbst vergeben."
Gott sagt: "Ich vergebe dir." (1. Johannes-Brief 1, 9; Römer 8, 1)

Du sagt: "Ich komme nicht zurecht."
Gott sagt: "Ich werde für alle deine Bedürfnisse sorgen." (Philipper 4, 19)

Du sagst: "Ich fürchte mich."
Gott sagt: "Ich habe dir nicht einen Geist der Angst gegeben." (2. Timoteus 1, 7)

Du sagst: "Ich bin immer besorgt und frustriert."
Gott sagt: "Wirf alle deine Sorgen auf MICH." (1. Petrus 5, 7)

Du sagst: "Ich habe nicht genug Glauben."
Gott sagt: "Ich habe jedem ein Maß an Glauben verliehen." (Römer 12, 3)

Du sagst: "Ich bin nicht klug genug."
Gott sagt: "Ich gebe dir Weisheit." (1. Korinther 1, 30)

Du sagst: "Ich fühle mich allein."
Gott sagt: "Ich werde dich nie verlassen oder vergessen." (Hebräer 13, 5)

Gib dies weiter. Du weißt nie, wessen Leben dieses heute nötig hat.
Ich glaube, es gibt einige Wochen, in denen wir alle spüren, wie unsere Hütte brennt.

Aus einer englischen Quelle


Anschrift des Autors:
Eric Podico,
Rockingerstr.3,
D-80937 München
eMail: eric@podico.de

Redaktion:
Richard Bergmann, Bergstraße 2, 09392 Auerbach/ Erz., eMail: Bergmann@bibelbund.de
Markus Schäller, Hofer Str. 271, 09353 Oberlungwitz, eMail: Markus.Schaeller@t-online.de
Karl-Heinz Vanheiden, Friedrichsgrüner Str. 83, 08269 Hammerbrücke, Tel. 037465-40707 (Schriftleiter), eMail: Vanheiden@bibelbund.de
Internet: http://www.bibelbund.christen.net/


Fußnoten

[ 1 ] "Selbstwert entwickeln - Ohnmacht meistern" Seite 44
[ 2 ] "Selbstwert entwickeln - Ohnmacht meistern" Seite 35-37 Markus 2:1-12.
[ 3 ] "Selbstwert entwickeln - Ohnmacht meistern" Seite 40
[ 4 ] "Selbstwert entwickeln - Ohnmacht meistern" Seite 50
[ 5 ] "Selbstwert entwickeln - Ohnmacht meistern" Seite 142, Ist es nicht ein Geruch der erste Lüge dieser Welt? Ihr werdet Götter sein.
[ 6 ] Joh14:6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.
[ 7 ] "Selbstwert entwickeln - Ohnmacht meistern" Seite 88/ In den Mythen vom Himmelssturz der Engel
[ 8 ] "Selbstwert entwickeln - Ohnmacht meistern" Seite 60 .. sprach davon dass wir im hara sind, Hara ist der Unterbauch...
[ 9 ] "Selbstwert entwickeln - Ohnmacht meistern" Seite 114, auch erklärt von Alexander Seibel siehe http://www.bibelbund.christen.net/htm/2000-4-304.htm
[ 10 ] James G. McCarthy, Das Evangelium nach Rom, CLV 1996, ISBN 3-89397-366-4
[ 11 ] 2Ko6:14-17