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50Wort zum Nachdenken Gerd Kruggel
Preisgabe der Wahrheit Ralf Kaemper
Bis vor kurzem hatte ich noch nie etwas von der "Feng-Shui-Lehre" gehört. Dann las ich einen Artikel in der Tageszeitung, der so begann:
Rom - Ein Haus im norditalienischen Vicenza, gerade 60 Quadratmeter groß, errichtet mit einfachsten Materialien. Und doch, so versprechen seine Erbauer, kann es mehr als gewöhnliche Bauten: Es ist das erste, das glücklich macht ...
Mit Erstaunen erfuhr ich durch den Beitrag von zwei Energieströmen die den Menschen lenken, einem negativen und einem positiven. Um in Harmonie wohnen und leben zu können, muss - nach der Feng-Shui-Lehre - der positive frei zirkulieren können, und der negative muss abfließen. Deshalb wurde z.B. das Haus ohne Innenwände gebaut, die Gebäudekanten abgerundet und das Bett in einer bestimmten Richtung aufgestellt. So richtet man sich nach dieser fernöstlichen Lehre und glaubt, dadurch glücklich zu werden. Mit Erschrecken las ich in diesem Artikel aber auch, dass in Deutschland immer mehr Hotels, Industrieunternehmen und Kaufhäuser ihre Gebäude nach dieser Lehre umbauen.
Die Sehnsucht des Menschen nach Glück ist nur zu verständlich. Die Suche danach ist Ausdruck der Leere, die im Menschen durch die Trennung von Gott entstanden ist. Denn Gott hat "Ewigkeit in unsere Herzen gelegt" (Pred.3,11). Traurig ist, dass die Menschen überall suchen, nach vielem greifen, bereit sind, unmögliche Dinge zu glauben, aber nicht, zu dem umkehren wollen, der als einziger wirklich glücklich macht.
"Glücklich der, dem Übertretung vergeben, dem Sünde zugedeckt ist!" (Ps.32,1); "Dies habe ich zu euch geredet, damit meine Freude in euch sei und eure Freude völlig werde." (Joh.15,11)
Das sind nur zwei Bibelverse von vielen, die ausdrücken, dass Jesus alles dafür getan hat, um uns glücklich zu machen. Gut wäre es, könnte es an Deinem und meinem Christsein beobachtet werden.
Ich kann mich noch an manche heiße Diskussionen über den christlichen Glauben in meiner Schul- und Abiturzeit erinnern. Sowohl mit Lehrern wie auch mit Schülern konnte man sich vor ca. 20 Jahren so manches Gefecht liefern. Doch schon damals meinte ein Lehrer zu mir: "Wenn Du an Gott glaubst, gibt es Gott für Dich, wenn ich nicht an Gott glaube, gibt es Gott für mich nicht". Er war mit seiner Ansicht seiner Zeit voraus. Heute gibt es kaum noch harte Diskussionen über Wahrheitsfragen (z.B. Gibt es Gott? Ist die Bibel zuverlässig?) Es ist stillschweigende gesellschaftliche Konvention: die Wahrheit gibt es nicht. Jeder sucht sich seine eigene Wahrheit.
Der FAZ Feuilletonredakteur Florian Illies hat ein Generationsportrait über die "Generation Golf" geschrieben. Damit bezeichnet er jene Leute, die zwischen den Jahren 1965 und 1975 geboren sind und die mit dem VW Golf aufgewachsen sind. In diesem Buch macht er interessante Aussagen darüber, woran diese Generation glaubt, und woran sie nicht mehr glaubt.
Anders als die Generation ihrer Eltern hat diese Altersgruppe kaum noch Interesse an Politik und Gemeinwohl. Sie bleibt lieber "ewig infantil" und hält sich aus den großen Fragen (auch den Wahrheitsfragen) heraus. "1983 demonstrierten noch viele hunderttausend Angehörige der älteren Generation im Bonner Hofgarten gegen den Nato Doppelbeschluss. Mit uns war diesbezüglich kein Staat zu machen. Schon beim Golfkrieg hielten wir uns raus, und auch die Lichterketten waren eher eine Angelegenheit unserer Eltern. Mit den Kriegen in Bosnien und im Kosovo wurde uns dann endgültig klar, dass die Welt zu kompliziert war, als dass man noch für oder gegen irgendetwas sein konnte. Auch das rote Aids-Schleifchen heftete man sich vor allem deswegen ans Revers, weil es so gut auf der dunkelgrünen Barbour-Jacke aussah."[1]
Illies spricht von der Kompliziertheit der Welt. Man hat die Hoffnung aufgegeben, dass es etwas Klares und Eindeutiges (wie z.B. eine allgemein gültige Wahrheit) geben könnte. Die Folge: es lohnt sich nicht für oder gegen etwas zu streiten.
Am kritischen Bewusstsein der 68'er Generation mangelt es den "Golfern". Sie kämpfen nicht mehr für irgendwelche Gedanken und Ideen. Sie stellen auch nicht mehr die schwierigen Fragen. Sie gehen stattdessen einkaufen. Illies schreibt: "Mein älterer Bruder trug tatsächlich noch Kröten über die Straße und fluchte darüber, dass die Menschen mit ihren Straßen den Kröten den Weg zu den Laichplätzen versperrten. Ich begann schon damals zu fluchen, dass mich die Kröten auf der Fahrbahn dazu zwingen, dass Tempo zu drosseln. Und entsprechend hat das Ganze dann irgendwann nicht mehr interessiert. Hätten wir damals unseren Biologielehrern geglaubt, dann dürfte es heute wegen des Waldsterbens in ganz Deutschland keine einzige Eiche mehr geben, und Australien wäre längst verbrannt, weil sich das Ozonloch unbarmherzig vergrößert. Wir hörten immer neue Horrormeldungen und beschlossen deshalb und irgendwann, uns dafür nicht mehr zu interessieren ... Zu kämpfen, so sagen 56 Prozent der Generation Golf, lohnt sich vor allem gegen die Spaßfeindlichkeit der Gesellschaft. "[2]
Da es für diese Generation nichts Übergeordnetes gibt, für das es sich zu kämpfen lohnt, interessiert man sich deshalb konsequenterweise vor allen Dingen für sich selber. "Nur eine Generation wie die unsrige konnte ein Parfüm ins Herz schließen, das den Namen Egoiste trägt ... Die zentrale Frage, die jeder Angehörige der Generation Golf sich ständig stellt sei: Was bringt mir das?"[3]
Im letzten Kapitel schreibt der Autor über den Golf Werbeslogan "Die Suche nach dem Ziel hat sich somit erledigt" und denkt über "Glaube, Liebe, Hoffnung" nach. Er schreibt: "Früher war alles etwas übersichtlicher. Man glaubte an das Gute im Menschen und das Böse im Amerikaner. Eine ganze Gesellschaft glaubte an den Marsch durch die Institutionen und an den Wandel durch Annäherung. An lauter Sachen eben, die davon ausgingen, dass sich die Welt verändern lasse. Die Generation Golf hat früh gelernt, dass das zu anstrengend ist. Sie sagt sich: Ich will so bleiben, wie ich bin. Und aus dem Hintergrund singt dazu der Chor: Du darfst. Die prägenden Ereignisse dafür spielten sich auch in diesem Fall in unserer Kindheit ab: im Ikea-Kinderparadies, an dem uns unsere Eltern abgaben, während sie für unsere älteren Geschwister diese widerlichen Kiefernholzsachen kauften. Eine Stunde Herumturnen in bunten Bällen. ... Es war alles so einfach: Wenn man nicht mehr mag, geht man zur Frau an der Pforte des Paradieses. Sie geht dann zu ihrem Mikrophon und sagt, dass man abgeholt werden möchte ... Das sinnlose Krabbeln inmitten der Bälle (prägte) aber unser Leben und die Vorstellung vom Paradies: Man spielt darin, solange es Spaß macht, und wenn man nicht mehr mag, sagt man es, und schon wird man abgeholt. Wir hatten verstanden."[4]
Paradies - solange es Spaß macht? Illies macht deutlich, dass die großen Dinge, für die die Menschen früher einmal lebten und kämpften - Ideen, Gerechtigkeit, Wahrheit usw. - für diese Generation kaum noch von Bedeutung sind. Also beschäftigt man sich mit dem Alltäglichen und Äußerlichkeiten, mit dem Konsum, der Karriere, dem Stil - vor allen Dingen eben mit sich selbst. "Das Problem der Generation Golf ist dabei natürlich, dass sie sich tatsächlich mehr Gedanken macht über die Anzüge der Politiker als über deren Taten, politisch also völlig indifferent ist ... Wir haben zur Frage, ob man Socken zu Sandalen tragen darf und welche Internetaktie man kaufen sollte, eine differenziertere Meinung als zum Nato-Einsatz im Kosovo. Wir haben schon damals nicht mehr verstanden, was SDI war, als einst Ronald Reagan regierte und die Amerikaner Tripolis bombardierten, wir kapierten nicht, warum die EG jedes Jahr Unmengen von Tomaten vernichten musste. Wir kapierten schon eher, dass Irmela Marcos, die Witwe des philippinischen Diktators, 576 Paar Schuhe brauchte um glücklich zu sein. Uns war die Schwangerschaft von Nadja Auermann von Anfang an wichtiger als der Gesundheitszustand von Boris Jelzin, deutsche Innenpolitik interessiert uns nur, wenn die Werbungkostenpauschale gesenkt wird oder andere Spesenabrechnungen gefährdet sind."[5]
Illies ist ein klassischer Vertreter der Postmoderne. Er glaubt nicht mehr an die großen Entwürfe. Dabei ist es eigentlich egal ob es um politische Entwürfe (68'er Ideologie oder Marxismus) oder um den Glauben, die Ewigkeit oder die Wahrheit geht. Alles das hat seine Faszination verloren. Man hat die Hoffnung aufgegeben, dass es heute noch so etwas wie allgemein gültige Weltdeutung oder Wahrheit gibt. Man ist nicht gegen den christlichen Glauben - es interessiert einfach nur nicht mehr, genauso wenig wie die großen politischen Entwürfe. Deshalb ist die Devise: Lebe heute - habe deinen Spaß.
Die Aufklärung im 18. Jahrhundert, die das Zeitalter der Moderne einläutete, trat mit dem Ziel an "mehr Licht" in die finstere Welt des Mittelalters zu bringen, das in seinen Traditionen und Glaubensvorstellungen gefangen war. Jedoch konnte die Aufklärung ihre Versprechen nicht einhalten.
Rolf Hille schreibt in seinem Aufsatz: "Von der Moderne zur Postmoderne" zusammenfassend über die Wahrheitsfrage: "Das spezifisch Postmoderne besteht in der Identitätskrise der Moderne, deren Ansprüche auf eine umfassende universale Vernunftswahrheit sich nicht eingestellt haben. Für den Übergang von der Prämoderne zur Moderne war der leidenschaftliche Streit um die absolute Wahrheit kennzeichnend. Genau diese Auseinandersetzung um die Wahrheit hat die Postmoderne teils resignativ, teils agnostisch aufgegeben. Entweder hat man die Möglichkeit, eine universal und ewig gültige Wahrheit je erkennen zu können, fallen gelassen, oder man geht stillschweigend von ihrer Nichtexistenz aus. Vor allem die Bestimmung "stillschweigend" ist für die geistige Situation der Postmoderne wichtig. Man geht unspektakulär zur pragmatisch gehandhabten Tagesordnung über und lässt die Wahrheitsfrage auf sich beruhen. Die Diskussion scheint sinn- und fruchtlos. Jeder mag für sich seine je individuellen Wahrheiten und ethischen Wertsetzungen pflegen bzw. diese im Kontext seines partikularen Submillieus leben. Aber dies hat keine Relevanz für die Öffentlichkeit als Ganzes. In einer pluralistischen Gesellschaft kann es keine normativen Weltanschauungsmonopole oder allgemeinverbindlichen Deutungsinstanzen geben. Politisch ist diese Forderung für einen demokratischen Staat unabdingbar und unverzichtbar. Aber der postmoderne Mensch interpretiert - wie gesagt - die Toleranzidee im Grunde agnostisch, also als Abschaffung des universalen Wahrheitsanspruchs überhaupt.
Man geht angesichts der klassischen Metaerzählung des Judentums und Christentums, aber auch des Marxismus davon aus, dass diese mit ihrer teleologisch orientierten Geschichtsdeutung nicht mehr glaubwürdig seien. Ihre Entwürfe werden deshalb durch sehr viel bescheidenere Storys biographischer oder gruppenspezifischer Art abgelöst. Der universale Spannungsbogen vom Paradies über eine Jahrhunderte umfassende Heilsgeschichte zum eschatologischen Gottesreich wird ebenso ad acta gelegt wie der kommunistische Geschichtsentwurf ... Das vorausgesetzte Scheitern aller großen Geschichtsentwürfe ist Kennzeichen der Postmoderne und gereicht zur Relativierung der Wahrheitsfrage."[6]
Glaube - und damit auch die Wahrheit - wird heute in der säkularen westlichen Kultur (und auch von einem nicht unbedeutenden Teil der evangelikalen Christen) überwiegend als Privatsache angesehen. Die Jugendstudie "Jugend und Religion" aus dem Jahr 1992 stellt fest, dass Religion für Jugendliche heute "zur privaten Meinungssache geworden" ist. "Man ist gläubig, aber wie nach der Speisekarte, man bewahrt dieses Dogma, jenes wird verworfen; man vermengt die Evangelien mit dem Koran, mit dem Zen oder mit dem Buddhismus. Die Spiritualität ist in das schillernde Zeitalter der Supermärkte und der Selbstbedienungsläden eingetreten. ... eine Zeitlang Christ, einige Monate Buddhist, ein paar Monate Schüler von Krishna oder von Maharaj-ji."[7]
Einige Zitate von Jugendlichen, die dies belegen: "wenn du überall n'bischen Wahrheit rausnimmst, dann hast du die absolute Wahrheit - nämlich deine Wahrheit ... Ich hab mir meine eigene Religion zusammengebaut ... Mein Glaube ist etwas ganz Privates".[8] Wenn Glaube nur Meinungssache ist, und man sich seinen Glauben individuell zusammenstellen kann, dann muss ich mich natürlich niemand gegenüber rechtfertigen. Dann ist die Wahrheitsfrage letztlich irrelevant, und wir müssen fragen ob subjektive Wahrheit überhaupt noch Wahrheit ist.
Trotz der Relativierung der Wahrheit ist Glauben wieder in. So schrieb die deutsche Wochenzeitschrift "Die Woche" am 26. April '96: "Spiritualität ist der Verkaufsschlager der Neunziger ... Nach einer Umfrage des US-Magazins 'Newsweek' verspüren heute 58 Prozent der Amerikaner einen Drang nach Glauben und übersinnlichem Wachstum. 45 Prozent wollen das Geistliche durch Meditation erlangen. Ein Drittel spricht von 'übernatürlichen oder religiösen Erfahrungen'. Und während den Amtskirchen die Schäfchen in Herden davonlaufen, können sich die Rand- und New-Age-Religionen vor Zulauf kaum mehr retten. Im Angebot: Judaismus, Buddhismus, Schamanismus und Paganismus (Heidentum) bis hin zu Hexerei und Sektenkult."
Dies gilt auch für Deutschland: es gab 1999 in Deutschland rund 40.000 katholische und evangelische Geistliche, dagegen gibt es aber gleichzeitig fast 100.000 steuerpflichtig registrierte Wahrsager, von der Dunkelziffer ganz zu schweigen. Die größte Sekte (die Neuapostolische Kirche) hat mit rund 400.000 Mitgliedern mehr Anhänger als alle Freikirchen in Deutschland zusammen.
1991 schon kam das Wickert Institut in einer Studie über den Glauben der deutschen Gesamtbevölkerung u.a. zu dem Ergebnis, dass:
68 % fernöstliche Meditationstechniken für sinnvoll haltenAllerdings wird beim "neuen" Glauben die Wahrheitsfrage überhaupt nicht mehr gestellt. Sie scheint irrelevant zu sein. Auch der christliche Glaube wird kaum noch in Betracht gezogen. Heinzpeter Hempelmann schreibt : "Unsere Gesellschaft ist quasi aktiv immunisiert gegen den christlichen Glauben. Von fast allem erwartet man sich etwas, nur vom christlichen Glauben nicht mehr."[9]
Der neue Glaube hat besondere Kennzeichen. Der amerikanische Soziologe Peter L. Berger schreibt dazu in seinem Buch "Sehnsucht nach Sinn": "Wer den Wandel erkennt, der hier stattgefunden hat, der wird sich über die Tatsache, dass unser modernes Zeitalter mitsamt seinem neuen Wissen, so leichtgläubig ist wie jede andere Geschichtsepoche, nicht länger wundern. Denn entgegen allen akademischen Festreden haben Erziehung und Bildung, wenn überhaupt, nur wenig Einfluss auf die moderne Glaubensbereitschaft. Kein Blödsinn, der nicht von irgendeinem Segment der modernen Intelligenz mit Verve (Schwung, Begeisterung) verfochten würde, absurde und ärgerliche abergläubische Vorstellungen eingeschlossen. Es spricht sogar einiges dafür, dass die Neigung, offensichtlichen Unsinn zu glauben, mit dem Bildungsgrad eher zu- als abnimmt. In diesem zugegebenermaßen negativen Sinn kann man denn auch sagen, dass das moderne Zeitalter ein großes Glaubenszeitalter ist. Von Leichtgläubigkeit zu reden, wäre zutreffender".[10] Dieses neue Glaubenszeitalter hat mit der klassischen Wahrheitsfrage nichts mehr am Hut.
Von der Leichtgläubigkeit ist es nur ein kleiner Schritt zum "Glauben light" Es gibt eben nicht nur Leichtprodukte in der Welt der Waren (Cola-Light, Margarine Light, Marlboro light), sondern auch den leichtkonsumierbaren Glauben. "Glauben light" macht sich erst gar nicht die Mühe, nach der Wahrheit zu fragen. Er wird dann als ein weiteres Angebot auf dem Supermarkt der Weltanschauungen angesehen. Matthias Horx, der führende deutsche Trendforscher schreibt dazu: "Heute kommt der Glaube vielgestaltig zur Tür hinein - verkörpert von Nachbarn, Bekannten, Freunden und Verwandten, die allesamt jeweils einen neuen Privatglauben entdeckt haben. Der Glaube ist los. Was dabei herauskommt, ist ein Patchwork aus Religiösem und Magischem, ein Glaubenssupermarkt mit schnellen Wechseln und unzähligen Kombinationen ... (Dabei) geht es auch beim Glauben immer weniger um die Frage, was 'wahr' ist, sondern was hilft. Glaubenssysteme, religiöse Mythen und Bilder, sind zu allseitiger, beliebigen Nutzung freigegeben. ... alle bedienen sich ihrer ganz nach Bedarf: Bedient euch, auf dass ihr selig werdet! "[11]
Wie ist es zu diesem Wandel in der Art zu Glauben gekommen? Horx schreibt: "Glauben light zieht seine Triebkraft aus der Individualisierung: Die siegreiche Devise 'Wo Wir war, soll Ich werden' erzeugt auch ein 'Egoiisieren' des Glaubens. Bildlich gesprochen: Statt in der Kirche vor dem Altar zu knien, bauen wir uns zu Hause eine Kultstätte. ... Statt des 'einzigartigen Gottes' basteln wir uns einen Instantgott".[12]
Man ist heute viel eher bereit etwas zu glauben, das man vor zwanzig oder dreißig Jahren als Unsinn abgetan hätte. D.h. die moderne Glaubensbereitschaft und die Wahrheitsfrage bewegen sich immer weiter auseinander.
So schrieb schon vor vielen Jahren der christliche Schriftsteller James Sire in seinem Buch "Die Welt aus der Sicht der anderen" zum Thema New Age: "Das neue Bewusstsein (New Age) hat ein Tor wieder eröffnet, das verschlossen war, seit das Christentum die Dämonen aus den Wäldern vertrieb. (Das Christentum) entzauberte die natürliche Welt und reagierte im allgemeinen sehr skeptisch auf das außergewöhnliche Interesse an den Angelegenheiten der gefallenen Engel im Königreich Satans. Jetzt sind sie zurück, klopfen an die Zimmertüren im Studentenwohnheim der Universitäten, schleichen um psychologische Forschungsstätten und jagen den Ouija Spielern eine Gänsehaut über den Rücken. Der moderne Mensch floh aus dem Uhrwerksuniversum seines Großvaters in die groteske Schreckenskammer seines Ur-Ur-Großvaters."[13]
Und Horx bemerkt dazu: "Ob Pendeln oder Kristallheilen, Sprechen mit Bäumen oder Spiritualisierung der Sexualität - stets geht es um die 'Göttlichkeit in allem'. Es ist schon verwunderlich: Nach zweitausend Jahren christlicher Geschichte kehren Millionen zu ‚primitiven' religiösen Überzeugungen zurück."[14]
Horx gibt dem traditionellen Christentum heute kaum noch eine Chance: "Der 'persönliche Gott' des Christentums kann dem individualisierten Menschentypus aber kein Angebot mehr sein - das großgewordene Ego müsse im personalisierten Gott ja gewissermaßen eine 'Konkurrenz' akzeptieren , Autorität und Unterordnung annehmen, die ab einem gewissen Emanzipations- und Ichwerdungs-Grad kaum mehr in das psychische Weltbild zu integrieren ist. Der Buddhismus, der Taoismus, Zen und die Artverwandten 'Religionen' kommen ohne Gottesbild aus ; sie sind 'Lehren' und das macht sie für westliche Individuen so attraktiv. ... Das Christentum legte, in einem jahrtausendelangen historischen Prozess, die Grundlage für die individualistische Gesellschaft. Es 'holte die Götter vom Olymp' und formte über viele Jahrtausende unser Selbst und Menschenbild, indem es einen 'menschlichen Gott' schuf, einen Gottessohn, mit dem man Zweisprache halten, an dessen Handlungen man sich überprüfen konnte. Heute hat das Christentum seine historische Pflicht getan. Seine Grundwerte - Schuld, Pflicht, Opfer, Martyrium - können der westlichen Kultur nur noch wenig bedeuten. Das nach Selbstverwirklichung strebende Individuum wird sich der alten Hüllen immer mehr entledigen".[15]
Heinzpeter Hempelmann weist zurecht darauf hin, dass es keinen Grund gibt vor unserer aktuellen Situation zu resignieren. Sie ähnelt in verblüffender Weise der Situation im Römischen Reich, das ebenfalls trotz Kaiserkult multireligiös und multikulturell war. "Wir haben ja zu sagen zu der neuen Situation, die im übrigen nicht so neu ist. Schon im Neuen Testament spiegelt sich auf vielfältige Weise eine Herausforderung, in der das Evangelium in Konkurrenz steht zu vielen anderen religiösen Angeboten und Ansprüchen an den Menschen. Inmitten dieser Konkurrenz ist das Evangelium zu seiner Blüte in der alten Welt gelangt. In diese Ursprungssituation kehren wir heute zurück. Das ist kein Nachteil, sondern eine enorme Hilfe zur 'Profilierung des Evangeliums'"[16]
Das römische Recht unterschied zwischen "öffentlichem Kult" und "privatem Kult". Der öffentliche Kult gipfelte in der Kaiserverehrung. Man sah in ihm das Band, was das Reich zusammenhielt. Daneben gab es eine große Anzahl von privaten Kulten und Gemeinschaften, die ihren Anhängern durch verschiedene Glaubens und Erkenntnisweisen persönliches Seelenheil anbot. Da das Römische Reich unserer Gesellschaft in manchen Punkten ähnlich ist, gibt es gute Gründe zu fragen, wie die ersten Christen mit dem Wahrpluralismus in ihrer Zeit umgegangen sind. Der Missionswissenschaftler Lesslie Newbigin schreibt dazu: Die Kirche hat sich selbst niemals betrachtet als eine Gemeinschaft zur Erlangung persönlichen Lebensheils für ihre Mitglieder. Hätte sie sich damit zufriedengegeben, hätte sie auch den Schutz des Gesetzes genossen - den gleichen Schutz, den Kirchen in unserer modernen Kultur genießen und zwar genau aus diesem Grund, dass sie nämlich kein Gefahr darstellen für die Ideologie, die das öffentliche Leben beherrscht."[17]
Newbigin weist darauf hin, dass es in der griechischen Übersetzung des Alten Testamentes (der Septuaginta / LXX) zwei Begriffe gab, um die Gemeinde des Volkes Gottes zu bezeichnen. Das war einmal der Begriff "Synagoge". Dies war die gebräuchliche Bezeichnung für die jüdischen Gemeinschaften, die überall im römischen Reich als Minderheiten anerkannt waren. Der andere Begriff war das Wort "Ecclesia". Dieses Wort war der politischen Welt entnommen. Es bezeichnet die Volksversammlung, die von Zeit zu Zeit von der Regierung einberufen wurde. Bei dieser Versammlung mussten alle Bürger anwesend sein. Dort wurden öffentliche Angelegenheiten der Stadt diskutiert und geregelt. Dass nun die Gemeinde "Ecclesia" Gottes genannt wurde und nicht "Synagoge", zeigt etwas von ihrem Selbstverständnis. Sie verstand sich als öffentliche (und nicht private) Volksversammlung, zu der Gott alle Menschen aufgerufen hatte, denn das Evangelium gilt jedem Menschen (1.Tim.2,4).
Newbigin behauptet, dass die Kirchen und Gemeinden heute den Wahrheitsanspruch aufgegeben haben und genau das werden "wozu die frühe Kirche sich nicht machen lassen wollte. Sie werden mit Sonderrechten ausgestattete geschlossene Gesellschaften zur geistlichen Betreuung ihrer Mitglieder, welche die Aussicht haben, dann schließlich Seligkeit in einer anderen Welt zu erlangen. Die Kirche ist nicht mehr länger die Volksversammlung Gottes; sie ist ein Sammelsurium religiöser Grüppchen, die allen möglichen Leuten ihre religiösen Bedürfnisse erfüllen und damit natürlich die Tendenz fördern, dass "jeder sich seine Kirche selber wählen kann". Zwei Jahrhunderte später ist heute die Zukunftshoffnung für die Welt fast völlig verschwunden. ... Und Seelenheil, das eine Religion als Privatsache anzubieten hat, ist der Vorstellung der Hindus viel näher als der biblischen."[18]
Welche Konsequenzen ziehen wir nun aus dem modernen Wahrheitsverständnis? Ein Weg, der immer wieder gegangen wurde und sich heute scheinbar geradezu anbietet, ist der Ausweg in die Subjektivität und Relativität des persönlichen Erlebens. Wir haben uns so bei manchem unserer persönlichen Zeugnisse verhalten, wenn wir mit den Argumenten unseres Gegenübers nicht zurecht kamen: "Ich habe aber erlebt, dass mir Jesus geholfen hat ...! Probier es doch einfach einmal selber aus!"
Dieser Rückzug in die Subjektivität und Erfahrung hat eine gewisse Berechtigung (siehe Joh.7,17 oder auch Mal.3,10). Jedes Zeugnis hat eine persönlich-subjektive Seite. Wer diese jedoch überbetont und sich darauf flüchtet wie auf eine sicher Insel hat den Kampf schon aufgeben, bevor er ihn begonnen hat. Gerade in einer Zeit des Wahrheitsrelativismus ist die objektive Seite eines Zeugnisses neu zu bedenken und zu betonen.
Was die objektive Seite unseres Zeugnisses und Glaubens betrifft, so sollten wir die Apologetik neu entdecken und üben. Dabei hat die Apologetik nicht nur eine zeugnishafte Wirkung nach außen, sondern auch eine entscheidende Bedeutung für uns als Christen. Der Wahrheitsrelativismus macht es uns nicht nur schwer, Menschen für das Evangelium zu gewinnen. Er macht es Christen auch zunehmend schwerer, bei der Wahrheit zu bleiben. Dies zeigt sich u.a. in einem Rückgang der Bibelkenntnis bei jungen Christen, eine Überbetonung der Erfahrung und durch eine ausgesprochen Lehrfeindlichkeit (Lehre trennt, Liebe verbindet) innerhalb des evangelikalen Lagers. Diese Lehrfeindlichkeit führt nicht selten zu einem undifferenzierten Pluralismus, der durch den Trend der Globalisierung z.T. zu ungesunden Einheitsbestrebungen führt, wo unterschiedliche Lehrauffassungen (die Wahrheitsfrage) einfach um eines "höheren" Zieles willen (z.B. die Evangelisation) unter den Tisch fallen. (Es gibt natürlich ebenso ungesunde Trennungs- und Spaltungstendenzen.)
Karl Heim hat schon 1905 darauf hingewiesen, dass wir aus seelsorgerlichen Gründen apologetische Arbeit betreiben müssen. "Es geht um die seelsorgerliche Verantwortung für Menschen, die in Zweifel geraten sind... Wie der Reisende, der unter die Räuber gefallen ist und durch den barmherzigen Samariter gerettet wird, so braucht der Glaubende, der unter die Zweifel fällt, eine seelsorgerliche Denkhilfe."[19]
Ziel dieser apologetischen Arbeit wird es u.a. sein nachzuweisen, dass Wahrheitspluralismus denkerisch nicht sinnvoll und praktisch nicht lebbar ist. In der Praxis verhalten wir uns dann doch so, als ob es allgemeinverbindliche absolute Wahrheiten gibt. So schreibt Dr. Jürgen Spieß: "Im Alltag geht niemand davon aus, dass er systematisch in die Irre geführt wird, wenn er sich nach dem Wetter draußen, dem Geburtstag seines Gesprächspartners oder dem nächsten Bahnhof erkundigt. Jeder weiß, dass es auf seine Fragen Antworten gibt, die der erfahrbaren Wirklichkeit entsprechen. Noch deutlicher wird unsere Überzeugung, dass es Wahrheit gibt, in allen Fragen, die für uns von Bedeutung sind. Beispiel.: Wer glaubt, er habe 100 000 DM auf dem Konto und liest in seinem Kontoauszug: 100 000 DM Defizit, der sagt doch nicht: Ich sehe das so, die Bank sieht das eben anders, jeder hat von seinem Standpunkt aus Recht. Sondern er geht zur Bank, um diesen Irrtum zu klären. Er wird auf jeden Fall gehen, wenn der Irrtum von Bedeutung und zu seinen Ungunsten ist. Das gleiche gilt für Prüfungsergebnisse und Urteilssprüche vor Gericht. Wer davon überzeugt ist, dass eine für ihn relevante Aussage falsch (und nachteilig ist), legt Wert auf die Wahrheit. Niemand glaubt dann, die Frage nach der Wahrheit ist nur eine Frage der jeweiligen Perspektive."[20]
Inhalt der Apologetik wird u.a. immer wieder sein, das erste Gebot (2.Mose 20,2f.) und das höchste Gebot (Mk.12,29ff.) in einer Sprache zu verteidigen, die tatsächlich verstanden wird. Dabei wird es keinesfalls darum gehen, jene Inhalte des christlichen Glaubens zu verschweigen oder zu verniedlichen, die den postmodernen Zeitgenossen unangenehm sind. z.B. die Aussagen aus Hebr.11, wo der Glaube als etwas dargestellt wird, das sich "in massivem Widerspruch zur allgemeinen Erwartung von Erfahrung befindet".[21] Auch werden wird nicht die "Torheit des Kreuzes" (1.Kor.1,18) an die Weisheit unserer Zeit adaptieren.
Das stellt natürlich Fragen an unsere Evangelisationspraxis. z.B.:
Wir hätten gerne klare und eindeutige Antworten auf solche Fragen, am liebsten womöglich einen Katalog, der uns sagt, was in jeder Situation richtig ist. Doch ist es gar nicht so einfach, Antworten auf solche Fragen zu finden. (Obwohl natürlich manche meinen, dass es doch alles ganz einfach wäre.) Wahrscheinlich kann man auch durchaus zu unterschiedlichen Ergebnissen dabei kommen (je nach örtlicher Gemeindesituation, den Zielen, Umfeld usw.).
Doch sollten wir über solche und ähnliche Fragen ringen. In der evangelikalen Bewegung in Deutschland gehen die Meinungen mittlerweile sehr weit auseinander. Im aktuellen Streit um "ProChrist" und "Willow Creek" wird m.E. über solche Fragen noch zu wenig oder zu einseitig nachgedacht. Ich habe den Eindruck, dass man z.T. nur mehr oder weniger polemisch an der Oberfläche kratzt.[22] Als bedauerlich empfinde ich es, dass heute sehr schnell polarisiert wird (und zwar auf beiden Seiten). Entweder ist man ganz dafür oder ganz dagegen. Die Gegner verteufeln das "andere Evangelium", die Befürworter verdammen den "lieblosen und hochmütigen Richtgeist" der Kritiker. Eine befruchtende und korrigierende Diskussion an der Sache findet kaum statt.
Wir leben in einer Gesellschaft, die der Bamberger Soziologe Gerhard Schulze zurecht als "Erlebnisgesellschaft" bezeichnet hat. Dabei geht es nicht nur um Abenteuer Urlaub oder Thrill Sportarten wie Bungee-Jumping oder Rafting usw. Selbst die alltäglichsten Dinge wie z.B. Kaffee einkaufen oder trinken werden (durch die Werbung) zum Erlebnis hochstilisiert.
Unsere Konsequenz kann nicht die sein, dass wir dann etwa sagen: "Wenn der postmoderne Mensch kein Interesse mehr an der Wahrheit hat und durch die Erlebnisgesellschaft auf besondere Erfahrungen und Entertainment getrimmt ist, so wollen wir ihm das Evangelium möglichst spannend und unterhaltsam vermitteln und zeigen, dass wir als Christen auch unseren Spaß haben können." (Das Gegenteil - Evangelium möglichst langweilig und freudlos zu vermitteln - ist sicherlich genauso falsch!) Von solcher verkrampften Anbiederung sollten wir unsere Zeitgenossen verschonen. Es entspricht nicht dem Evangelium (auch wenn es ihm nicht unbedingt widersprechen muss) und unserem Auftrag als Gemeinde. Eine solche Art von Anpassung an den Zeitgeist war ja geradezu das Dilemma des Protestantismus in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts: nach der Ideologie der "Deutschen Christen" folgte die Entmythologisierung Bultmanns als frommes Gegenstück zum Existentialismus, die Befreiungstheologie als Pendant zur revolutionär marxistischen Studentenbewegung, die tiefenpsychologische Bibelexegese Drewermanns führte zu einer Remythisierung des Christentums im Sinne von C.G. Jung und die feministische Theologie war die Reaktion auf den säkularen Feminismus.[23] Unsere Antwort auf den Wahrheitsrelativismus und Erlebnishunger unserer Zeit darf auf keinen Fall eine Erfahrungstheologie sein, die die Wahrheit preisgibt. Zu prüfen wäre, in wieweit man bestimmte Elemente der Erlebnisgesellschaft nutzen kann, um in das Gespräch über den Glauben einzusteigen .
Eberhard Hahn zieht in seinem Artikel "Glaube an Jesus Christus in der Erlebnisgesellschaft" folgendes Fazit:
"Glaube an Jesus Christus kann niemals event im Sinne eines sich ständig steigernden emotionalen kicks sein. Unabhängig von den in einer jeweiligen Zeit aktuellen Erfahrungserwartungen ergeht Gottes Wort in der Verkündigung unter der Verheißung, in der Kraft des Heiligen Geistes Glauben zu wecken und zu stärken. Als solches ist dieses Wort konkurrenzlos mächtig und wirksam und kann daher durch keine anderen Mittel ersetzt werden. Dies zu glauben schließt nicht aus sondern ein, den allgemeinen Erlebnishunger als Schrei nach Leben, nach Erfüllung und Ganzheit ernstzunehmen und etwa in der Gemeindearbeit entsprechend aufzunehmen ... Dies wird uns aber auch der Versuchung widerstehen lassen, den rettenden Glauben an Jesus Christus mit Erfahrungsformen oder Erlebnisweisen zu vertauschen bzw. zu verwechseln, die zwar vordergründig beeindrucken mögen, letztlich aber keine Gewissheit vermitteln und somit nicht zu tragen vermögen. "[24]
Ich schließe mit einem Zitat von Heinzpeter Hempelmann: "Wir leben in einer multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft. Aber wir haben das Evangelium in seinem Wahrheitsanspruch laut werden zu lassen. Dazu müssen wir anders als Generationen, die vor dieser Herausforderung so nicht standen, lernen, unseren Glauben argumentativ zu verantworten und sprachlich-begreiflich zu bezeugen ... Wir werden lernen müssen, über das, was wir glauben, zu reden, so, dass man uns versteht und dass man Lust hat, weiter mit uns zu reden. Wir werden lernen müssen, über die gegenwärtige Lage nicht zu jammern, sondern sie neu als neue Chance zu begreifen, von Jesus Christus profiliert und engagiert zu reden. Wir werden lernen müssen, viele Fragen neu zu stellen und neu nach Antworten zu suchen.
Wir werden dabei ganz neu den Sinn und die Bedeutung der Apologetik entdecken müssen." "[25]
Literaturhinweis: Wer sich weiter mit dem Thema beschäftigen möchte, dem sei der Berichtsband der 11. Theologischen Studienkonferenz des Arbeitskreises für evangelikale Theologie (Afet) vom September 1999 empfohlen: Herbert H. Klement (Hrsg.), Theologische Wahrheit und Postmoderne, TVG R. Brockhaus-Verlag 2000 (ISBN 3-417-29439-8)
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