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Juni 1996 Bibelbund e.V. Infobrief Nr. 34
Geschäftsstelle & Verlag Friedrichsgrüner Str. 83, D-08269 Hammerbrücke, Tel. 037465/44455, Fax: 037465/44422, eMail: Bibelbund@christen.net
Internet: http://www.bibelbund.christen.net

Inhalt:


Wort zum Nachdenken (BERGMANN)
Begegnung mit Zeugen Jehovas? (KUNZ)
Gibt es Heil nur durch die Zeugen Jehovas?(RAQUET)

Wort zum Nachdenken

"Wo lassen Sie denn denken?", sagte ein Manager zu seinem Berufskollegen. Dieser, sichtlich verdutzt, staunte nur Bauklötze. Wenn es irgend etwas in dieser Welt gibt, das ich selbst tue, dann ist es doch zumindest das, daß ich selbst denke. Schließlich haben die großen Philosophen des letzten und vorletzten Jahrhunderts ja nicht umsonst das Denken, die Ratio, in den Mittelpunkt des Verständnisses vom Menschen gerückt. ´Ich denke, also bin ich´, sagte Descartes. Wie kann da jemand auf den törichten Gedanken kommen, bei jemand anderem ´denken zu lassen´?

Zugegebenermaßen hat dieser Gedanke etwas Befremdliches an sich. Auf der anderen Seite ist unser Denken, unsere Denkweise und Denkstruktur in weit höherem Maße fremdbestimmt, als wir denken. Übernommene Informationen, übernommene Meinungen, althergebrachte, ungeprüfte Standpunkte, Meinungsbildung auf der Grundlage des ´Hören-sagens´. Doch sind es nicht nur Einflüsse von außen, sondern auch aus uns selbst heraus wird unser Denken geprägt. Denn aus dem Herzen, aus unserem Inneren kommen die bösen Gedanken, sagt Jesus (Mk. 7,21). Eine Aussage, die nur für Nichtchristen Gültigkeit hat?

Ein erneuertes Denken hat eine bestimmte Ausrichtung. Seinen Ursprung hat es in einer erneuerten Gesinnung. Diese jedoch zu leben, bedeutet, sich täglich dem auszusetzen, der Gedanken des Friedens, der Rettung und der unverdienten Hilfe für uns hat. Wenn wir sowohl mit dem Herzen als auch gedanklich mit ihm verbunden sind, dürfte es uns eigentlich nicht verwundern, wenn wir immer wieder einmal erstaunt (und hoffentlich dankbar) registrieren: Dieser Gedanke kam nicht von mir. Den hat ein anderer für mich gedacht...

Friedemann Volke


Begegnungen mit Zeugen Jehovas

"Hereinspaziert", sage ich zu meinen "Wachtturmfreunden" Petra und Rolf, die nun schon ein halbes Jahr alle zwei bis drei Wochen zu mir kommen. Nach dem gemeinsamen Abendbrot holen wir unsere Bibeln hervor und los geht der theologische Schlagabtausch. Wenn das Wort Gottes wie ein Hammer ist, der Felsen zerschmettert, warum sollte ein lügenhaftes Lehrgebäude nicht wenigstens Risse kriegen, wenn man lange genug mit dem Schwert des Geistes draufschlägt? Wenn Christus Katholiken und Moslems retten kann, sollten Zeugen Jehovas davon ausgenommen sein? Wenigstens können die beiden an anderen Wohnungstüren keinen Schaden anrichten, solange sie bei mir sitzen.

Bei unseren früheren Treffen sprach ich noch mit Petra und Marianne. Letztere wurde inzwischen von Rolf abgelöst, da ich mich wahrscheinlich als hartnäckiger Gesprächspartner erwiesen habe. "Du kannst für immer im Paradies sein" heißt das Buch, das sie mir bei unserer ersten Begegnung schenkten. Die vielen Knackpunkte, die ich mir beim Durcharbeiten notierte, liefern bis heute Gesprächsstoff. Da ich mich gleich am Anfang in ihr Lehrgebäude hineinlas, blieben mir lange Vorträge über das Wachtturm-Glaubenseinmaleins erspart. So konnten wir gleich auf die Schriftwidrigkeit ihrer Lehre zu sprechen kommen. Durch die Sammlung an Wachtturmliteratur, die ich inzwischen besitze, und aus den Büchern von Twisselmann und Pape, die als ehemalige Zeugen Jehovas die Sektenlehre gründlich analysiert haben, werden ihre Argumente für mich oft vorhersehbar, so daß ich mich auf unsere Gespräche vorbereiten kann. Meist habe ich eine Liste mit Bibelstellen zusammengestellt, die sich mit Zetralaussagen des Wachtturms beißen. Umgekehrt können meine Freunde aber kaum vorhersehen, mit welchen Bibelstellen ich gleich komme, da wir Bibelleser kein solches Lehrgebäude haben, das in sich geschlossen ist. Rolf und Petra müßten die ganze Bibel kennen, um sich auf meine Einwände vorzubereiten. Genau das ist aber nicht der Fall. Ihre Bibelkenntnis beschränkt sich auf einzelne Stellen, die aus dem Zusammenhang gerissen in ein System eingepaßt wurden. Deshalb gibt es etliche Bibeltexte, die sie noch nie gelesen zu haben scheinen, weil sie in den Wachtturmstudien nicht vorkommen, da sie für das Lehrgebäude gefährlich sind. Der vorübergehenden Ratlosigkeit meiner Gäste folgt dann meist das Versprechen, beim nächsten Mal die rechte (WT-) Auslegung dieser für sie problematischen Stelle zu liefern, die dann oft sehr verworren und an den Haaren herbeigezogen ist.

Ich habe inzwischen gelernt, daß man nicht an einem Abend alle Themen anschneiden sollte, denn man kann sich unmöglich auf alles gleichzeitig vorbereiten. Auch ist das Thema Christus wichtiger als Wehrdienst, Weihnachtsfest und Bluttransfusion. So haben sich inzwischen drei große Gesprächsthemen herauskristallisiert: die Gottheit Christi, die Frage nach dem Heil und der Anspruch des Wachtturms. Letzteres hat sich als schwierig erwiesen, denn meine Freunde bekannten, daß sie mit den Falschprophetien des Wachtturms leben können. "Es sind eben Menschen, die sich irren können. Eure Prediger können sich ja auch irren" meinte Rolf, und Petra ergänzte: "Wenn mein Mann sich irrt, werde ich ihn deswegen nicht gleich verlassen." Daß der Wachttum aber beansprucht, mit göttlicher Autorität zu reden und nicht kritisiert werden darf im Unterschied zu unseren Predigern, streiten sie einfach ab.

Rolf und Petra haben eine recht undifferenzierte Vorstellung von den christlichen Kirchen. Diese stehen bei ihnen allesamt für liberale Theologie, Evolutionstheorie, ethischen Verfall und biblisches Analphabetentum. Sie staunten nicht schlecht, als ich ihnen erklärte, daß viele Freikirchen Gemeindezucht üben, die Bibel ernst nehmen und einige sogar Missionare nach Übersee aussenden. Sie glaubten im Ernst, daß die Zeugen Jehovas die einzigen seien, die missionarisch arbeiten. Auf das gewöhnliche Eigenlob, das für Zeugen Jehovas typisch ist, antworte ich meist, daß mich solcher Einsatz beeindruckt, daß aber selbst der allerfleißigste Missionar dadurch nicht gerecht wird vor Gott.

Gerecht sein vor Gott? Die Zeugen Jehovas machen andere Dinge zum Kernstück: Das Wachtturmstudium, eine Jahreszahl, eine spezielle Missionsmethode. "Wenn Hamargedon heute noch stattfindet, wird Jehova Sie annehmen?" fragte ich meine Gäste. "Es wäre vermessen, wenn man sich sicher wäre." antwortete Petra. "So", sagte ich, "war Paulus dann vermessen?" und las entsprechende Bibelstellen vor. "Aber der Paulus gehört zu den 144000, die in den Himmel kommen, wir aber nicht." hieß es. "Die 144000 sind Israeliten" sagte ich "in Offenbarung 7 werden alle 12 Stämme Israels aufgezählt." "Das ist das geistliche Israel." meinte Petra. "So", sagte ich, "sie glauben also, daß Gott sein Volk verstoßen hat?" "Ja, das glauben wir" nickten beide. "Dann lesen wir doch mal Römer 11,1: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das sei ferne!" Es folgte ein verzweifelter Versuch, Römer 11 ebenfalls auf das geistliche Israel zu beziehen, wobei sich Petra gewaltig in Widersprüche verstrickte. Wenn das geistliche Israel gleichbedeutend mit den Zeugen Jehovas ist, müßte laut Vers 11 der Fall der Zeugen Jehovas den Nationen zum Heil geworden sein. Danach müßte den Zeugen Jehovas nach Vers 25 Verstockung widerfahren sein und so weiter. Das wollten sie natürlich nicht auf sich beziehen, wenngleich ich die Aussage von der Verstockung für die Zeugen Jehovas recht treffend finde. Das habe ich aber nicht laut gesagt.

Langsam merke ich, nach welchen Prinzipien meine Freunde argumentieren. Diese möchte ich hier beschreiben:

1. Sie reißen Bibelstellen aus dem Zusammenhang

Beispiel: Die Frage nach dem Heil wollen sie nur mit "vielleicht" beantworten, weil in Zeph. 2,3 steht: "Vielleicht werdet ihr geborgen am Zornestag des Herrn." Dabei vergessen sie, daß Zephania über das bevorstehende Gericht über Juda redet, und nicht über neutestamentliche, persönliche Heilsgewißheit. Mit einem Zephaniavers wollten sie also die vielen Verse des Paulus über die Heilsgewißheit widerlegen.

2. Sie zitieren Bibelstellen unvollständig

Beispiel: "Das Wort 'sehen' (Offb 1,7) ist nur im Sinne von erkennen gemeint. Es ist kein Sehen mit den Augen." Aber wenn wir die Stelle lesen, finden wir "Jedes Auge wird ihn sehen."

Beispiel: "Es steht nicht dort, daß das Rufen des Stephanus ein Gebet war", meint Rolf. Wir lesen nach:" Und sie steinigten den Stephanus, der betete und sprach..." (Apg.7,59)

3. Sie behaupten Dinge, die ganz offensichtlich widerbiblisch sind

Beispiel: "Jesus ist nicht allmächtig", meint Petra. Ich zitiere: "Jesus spricht: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden" (Matth. 28,18)

4. Sie stellen Spekulationen an

Beispiel: "Jesus ist der Erzengel Michael", heißt es. Nirgendwo sagt die Schrift so etwas. Sie sind ratlos wegen Daniel 10. Dort sind Michael und Jesus zwei verschiedene Personen.

5. Sie ziehen unzulässige Vergleiche

Beispiel: "Kritik am Wachtturm kommt dem Aufruhr der Rotte Korah gegen Mose gleich", sagt Petra. Doch wer sagt, daß die Wachtturmführung inspiriert sei wie Mose? Wer sagt, daß Kritik am Wachtturm gleich der Kritik an Gott ist?

Beispiel: Die oft benutzte Ausrede "Wir haben jetzt helleres Licht" zur Rechtfertigung nichterfüllter Prophetie gehört auch hierher. Vom helleren Licht kann man nur sprechen, wenn tatsächlich ein Erkenntnisfortschritt vorliegen würde. Wenn aber die Wahrheit von heute sich zur Wahrheit von gestern diametral verhält, kann man bestenfalls von Irrlichtern sprechen, von denen eines das andere ablöst.

6. Sie erheben menschliche Logik über göttliche Möglichkeiten

Beispiel: "Christus kann bei seiner Ankunft ja gar nicht von allen gesehen werden", argumentiert Petra, "wie soll das denn bei der Kugelgestalt der Erde gehen? Und überhaupt, die, die ihn durchstochen haben, sind ja längst tot." Meine Wachtturmfreunde brauchen für alles eine rationale Erklärung. Ein Gott - drei Personen, da gehen sie auch nicht mit. Brutal wollen sie mit jeder Bibelstelle, die auf das Menschsein unseres Herrn hinweist, seine Gottheit leugnen. So sind die Menschen eben. Wäre Gott nicht Mensch geworden, hätten die Gottlosen recht mit der Behauptung, Gott wisse gar nicht, wie einem als Mensch hier unten zumute ist. Nun ist er doch Mensch geworden, da rufen die Zeugen Jehovas: "Seht ihr, das ist ein Beweis dafür, daß er nicht Gott ist." Sie haben keinen Respekt vor den Geheimnissen, die wir Menschen nur unvollständig begreifen können und wollen nicht mit Paulus staunen: "Wie unerforschlich sind seine Gerichte und unaufspürbar seine Wege" (Rö 11,36)

Viele Christen scheuen sich, mit Zeugen Jehovas zu diskutieren, weil sie sich ihnen nicht gewachsen fühlen. Paulus "brachte die Juden in Verwirrung" (Apg. 9,22) Warum sollte uns das nicht mit den Wachtturmleuten gelingen? Anhand folgender Fragen kann man die Argumente der Zeugen Jehovas prüfen:

Wenn wir die Argumente der Zeugen durch diesen Filter laufen lassen, wird von diesen nicht mehr viel übrig bleiben. Das heißt aber nicht, daß bei den Zeugen automatisch die Einsicht folgen müßte. Oft werden ihre Argumente noch verrückter und verworrener.

Besonders Petra meint, den Wachtturm um jeden Preis verteidigen zu müssen, wobei sie fast blasphemisch werden kann. "Was ist das für ein allmächtiger Jesus, der es nicht einmal schafft, dem Fürsten von Persien zu widerstehen?" (Dan 10,13) sagte sie einmal.

Rolf dagegen machte bereits Andeutungen, daß er nicht mit allem vollständig mitgehen kann, was der Wachtturm schreibt. Im übrigen sei er Kunde bei der Hänssler-Versandbuchhandlung, und etliche Bücher, die bei mir herumstehen, besitze er auch. Auch borgt er sich oft Faktum-Zeitschriften von mir und liest sie mit Begeisterung. Bei der Frage nach dem Heil näherte er sich so weit meinem Standpunkt an, daß ich nicht wußte, ob es bloß eine Gesprächstaktik ist, die er auf den Wachtturmschulungen gelernt hatte, oder ob für ihn Markus 12,34 zutrifft: "Du bist nicht fern vom Reich Gottes."

Glaubensgeschwister warnten mich: "Paß auf, daß du dich von denen nicht einfangen läßt!" Ach, ihr lieben Geschwister. Diese Gefahr besteht nun wirklich nicht. Ich habe meine Gäste schon mehrmals gefragt: Was wollen Sie mir bringen? Ein ewiges Leben auf der Erde, dessen man sich nicht einmal gewiß sein darf? Ich habe das ewige Leben im Himmel und weiß mit Paulus: "Ich bin gewiß." Wer will Kiesel, wenn er Perlen besitzt (Spurgeon)?

Tabea Kunz


Gibt es Heil nur durch die Zeugen Jehovas?

Nach der Lehre der Zeugen Jehovas ist die Wachtturmgesellschaft Gottes sichtbare Organisation auf Erden. Sie fungiere als. Mitteilungskanal zwischen Gott und den Menschen und teile geistige Speise zur rechten Zeit aus. Erkenntnis über das Wort Gottes kann nach der Lehre der Gesellschaft nur über diese Organisation kommen. Im Wachtturm vom 15.05.81 heißt es auf S.18: "Um uns in den heutigen letzten Tagen zu einem Verständnis des Wortes Gottes zu verhelfen, hat Jehova Gott in seiner Liebe eine sichtbare Organisation beschafft, die unter der Leitung Christi steht: den 'treuen und verständigen Sklaven'. Die Art und Weise, wie Jehova die Tätigkeit unter ihrer Leitung gesegnet hat, läßt im Sinn Gott hingegebener Christen keinen Zweifel aufkommen, daß sie die Anerkennung Jehovas genießt." Eine Seite vorher heißt es, daß wir "die Hilfe des heiligen Geistes Gottes benötigen, doch diese Hilfe wird uns in erster Linie zugänglich, wenn wir uns mit dem von Jehova Gott erwählten Kanal verbinden."

Die Lehren, die durch den Wachtturm , das Erwachet, die Bücher und andere Literatur verbreitet werden, sind für jeden Zeugen Jehovas verbindlich. Zwar betonen Jehovas Zeugen immer wieder, daß diese Bücher nicht von Gott inspiriert seien, die Organisation also keinen Unfehlbarkeitsanspruch erhebe, die Praxis zeigt jedoch andere Tatsachen:

Im Wachtturm vom 01.04.86, S. 31 wird erklärt, eine "anerkannte Mitverbundenheit mit Jehovas Zeugen erfordert, daß man die Gesamtheit der wahren Lehren der Bibel akzeptiert, einschließlich jener biblischen Glaubensinhalte, die nur Jehovas Zeugen vertreten" Dann werden nacheinander einige Hauptlehren von Jehovas Zeugen genannt, u.a.(sinngemäß), daß Jesus Gott untergeordnet sei, die Wachtturmgesellschaft von Jehova eingesetzt sei, im Jahre 1914 Jesus unsichtbar zu herrschen begann und nur 144000 Personen in den Himmel kommen würden etc.

Wer nur eine dieser Aussagen infrage zöge, würde demnach wohl ausgeschlossen. Ausgeschlossene oder Menschen, die die Gemeinschaft von sich aus verlassen, werden von der Wachtturmorganisation jedoch als die " Klasse des bösen Sklaven " bezeichnet, die sich am Tisch der Dämonen nähre ( Wachtturm vom 01.07.94, S.11). Wer die Wachtturmorganisation verläßt, weil er nicht glauben kann, daß sie Gottes Vertreter ist, wird als Abtrünniger und falscher Apostel gebrandmarkt: " Sie behaupten vielleicht, Gott zu dienen, doch lehnen sie seine Vertreter, seine sichtbare Organisation ab." (" Unterredungen anhand der Schriften" , S.26; siehe auch " Die Offenbarung - ihr großartiger Höhepunkt ist nahe ", S.33). Ist dies nicht in der Praxis eben doch ein Unfehlbarkeitsanspruch?

Die anderen Religionsgemeinschaften, insbesondere die christlichen, so lehren Jehovas Zeugen, seien von Gott verworfen worden. Von den jetzt lebenden Menschen würden in der Regel nur ihre Anhänger das ewige Leben ererben. Die anderen Menschen, auch die, die sich ausdrücklich zu Jesus Christus bekennen, kämen in der Schlacht von Harmagedon um. In dem Buch " Du kannst für immer im Paradies auf Erden leben" (nachfolgend Paradiesbuch genannt) heißt es auf S. 255:

"Denke nicht, es gebe verschiedene Wege, die du gehen könntest, um in Gottes neuem System Leben zu erlangen. Es gibt nur einen. Es gab nur eine Arche, die die Sintflut überstand, nicht mehrere. Und es wird nur eine Organisation - die sichtbare Organisation Gottes - geben, die die schnell herannahende "große Drangsal" überleben wird."

Jehovas Zeugen betonen zwar, nur Jehova sei der Richter und sie könnten daher nicht beurteilen, wer vernichtet werde, "daß der "Tod die Menschen auch nicht wahllos treffen werde, sondern nur diejenigen, die es wirklich verdienen, vernichtet zu werden." (Wachtturm-Buch " Frieden und Sicherheit - wie wirklich zu finden? ", S. 35). Im gleichen Buch wird präzisiert, wer diejenigen sein würden, die " es wirklich verdienen": "Und wie sollen die Menschen erfahren, was Gottes Wille ist? Indem sie auf das weltweite Erziehungswerk positiv reagieren... In mehr als 200 Ländern besuchen Millionen Zeugen Jehovas die Leute ... Dieses Scheidungswerk wird bereits viele Jahre durchgeführt. Gemäß Gottes Wort werden sowohl diejenigen, die seine Königreichsherrschaft zurückweisen, als auch Personen, die die Gelegenheit, etwas von ihm zu lernen, achtlos vorbeigehen lassen, vom Leben 'abgeschnitten' werden." (a.a.O., S.82+83). Das Überleben in Harmagedon wird also deutlich an die Zugehörigkeit zur Wachtturmgesellschaft geknüpft.

Auch das bekannte Gleichnis Jesu in Matthäus 25,31-45 wird von Jehovas Zeugen auf ihre Organisation gedeutet: Dort ist die Rede von Jesu Wiederkunft und dem Gericht, bei dem er die Menschen in Schafe und Böcke trennt; die Schafe werden das Reich Gottes ererben und die Böcke in das ewige Feuer gehen. Hierzu heißt es im Wachtturm vom 01.05.93 auf S.19+21: "Warum belohnt der Hirte und König die zu der Klasse der Schafe Gehörenden mit einer gesegneten Zukunft? Weil sie das Königreichspredigtwerk rückhaltlos unterstützen und weil sie seinen gesalbten Brüdern gefällig sind, was Jesus so betrachtet, als hätten sie ihm gegenüber so gehandelt... (Diese gesalbten Brüder sind heute nach Wachtturm-Lehre nur in den eigenen Reihen zu finden). .... Unterstützen wir deshalb eifrig den treuen und verständigen Sklaven! Nur dann werden eines Tages - und zwar sehr bald - alle schafähnlichen Menschen die beglückenden Worte hören können: "Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet worden seid, erbt das Königreich, das von der Grundlegung der Welt an für euch bereitet ist.""

Diese Äußerungen lassen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Wenn ein Zeuge Jehovas bei seinem Besuch also erklärt, nicht seine Gemeinschaft richte, sondern Jehova, ist dies nur die halbe Wahrheit, denn die Wachtturmgesellschaft hat in ihrer Literatur die Kriterien festgelegt, nach denen Jehova angeblich richten wird, eines davon ist eben die Zugehörigkeit zu ihrer Organisation.

Nach den Behauptungen der Zeugen Jehovas gehören alle anderen Religionsgemeinschaften - nicht nur die heidnischen Religionen - zum "Weltreich der falschen Religion, der großen Hure Babylon":

"Wir erkennen, daß mit "Babylon der Großen" die gesamte falsche Religion gemeint ist. Sie ist die "Mutter der Huren", denn all die verschiedenen falschen Religionen auf der Erde, einschließlich der vielen Sekten der Christenheit, sind wie ihre Töchter, indem sie sie in ihrer geistigen Hurerei nachahmen. " ["Die Offenbarung - ihr großartiger Höhepunkt ist nahe", Seite 244 ].

Der Versuch, das Heil allein bei der eigenen Gemeinschaft festzumachen, ist nicht neu. Doch stimmt dies, handelt Gott nur mit einer bestimmten Gemeinschaft, und sind dies Jehovas Zeugen? Es ist mehr als wichtig, dies herauszufinden, denn was würde es bedeuten, wenn sich der Anspruch der Wachtturmorganisation als falsch erweisen sollte? Könnte jemand dann guten Gewissens dieser Gemeinschaft weiter angehören?

WIE WERDEN WIR ERRETTET?

Prüfen wir , was die Bibel über den Weg zu Gott sagt. In Joh. 3.16 heißt es: "Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit JEDER, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe."

Römer 10.8-11 sagt: "Denn das ist das Wort des Glaubens, das wir predigen, daß, wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du errettet werden wirst. Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit dem Mund wird bekannt zum Heil."

Gott selbst spricht also vom Glauben als Voraussetzung für das ewige Leben. Er spricht eben nicht davon, daß es eine weitere Voraussetzung gebe. Selbstverständlich muß man Jehovas Zeugen darin zustimmen, daß sich der Glaube durch Werke als echt erweist (Jakobus 2,14), doch dies ist eben keine Voraussetzung, sondern eine Frucht unseres Glaubens. Wir werden nicht deshalb errettet, weil wir Werke tun, sondern weil wir errettet und Kinder Gottes geworden sind, tun wir Werke:

"Denn aus Gnade seid ihr errettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Denn wir sind sein Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen" (Epheser 1,8-10).

Jehovas Zeugen jedoch hat man gelehrt, daß dieser lebendige Glaube nicht ausreiche, sondern daß eine weitere Voraussetzung darin bestehe, sich ihrer Organisation anzuschließen. Nur über die Wachtturmgesellschaft als Jehovas Kanal wäre nach dieser Lehre ewiges Leben möglich. Die Mitgliedschaft in dieser Organisation wäre Voraussetzung für Gottes Gnade und nicht nur der lebendige Glaube an Jesus Christus! Dieser hatte jedoch eindeutig den Weg zu Gott gewiesen: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich" (Jh. 14,6), und auch im Korintherbrief schreibt Paulus eindeutig, wer der Grund unseres Glaubens ist: "Einen anderen Grund kann niemand legen, außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus." (1.Kor.3,11). Jehovas Zeugen sehen aber die Rettung nur innerhalb ihrer Organisation als möglich an, so daß nicht nur Jesus der Weg die Wahrheit und das Leben wäre, sondern auch die Organisation!

Sind alle wahren Christen in einer einzigen Gemeinschaft vereint?

Nach dem, was Jesus selbst über den Weg zu Gott sagt, müßte der Glaube an ihn ausreichend zur Rettung sein. Doch hier zieht man sich nun auf eine andere Argumentation zurück: Schon Jesus habe vorausgesagt, daß nicht alle, die ihn Herr nennen würden, auch tatsächlich den Willen Gottes täten, trotz eventueller Wundertaten und daß er solche Menschen tatsächlich verwerfen würde (Mt. 7. 21-23). Außerdem erkenne man die Jünger Jesu an bestimmten Merkmalen, an ihrer Liebe untereinander und an der Frucht des Geistes (Gal. 5.22.23). Diese seien jedoch nicht in den "verschiedenen Sekten der Christenheit" zu finden, sondern nur bei der " vom Geist geleiteten Organisation Jehovas".

Selbstverständlich muß man Jehovas Zeugen darin recht geben, daß sich viele heutzutage Christen nennen, es aber dem Herzen nach nicht sind. Aber auf diesen Personenkreis trifft Gottes Zusage in Römer 10. ja auch gar nicht zu! Nur, wer von Herzen glaubt, darf sich auf das Versprechen Gottes berufen, und in dessen Leben wird die Frucht nicht ausbleiben. (Gal. 5,22).

Die Wachtturmgesellschaft wendet Verheißungen, Prophezeiungen und dergleichen, die sich an einzelne Personen richten, auf die Organisation an. Doch gerade die oben erwähnte Frucht des Geistes macht deutlich, daß es Gott um den einzelnen Menschen geht. Kann eine Organisation gütig, sanftmütig oder enthaltsam sein (Gal.5,22) oder kann sie im Gegenteil eifersüchtig sein, unzüchtig, zu Zornausbrüchen neigen, Trinkgelage veranstalten oder ähnliches (Gal.5,19)?

Gott liebt Personen, nicht Organisationen. Darum gilt sein Wort auch nicht für eine Organisation, sondern richtet sich immer an einzelne Menschen in verschiedenen Gemeinden, die sein Wort annehmen und Jesus in ihr Herz aufnehmen.

In seinem Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker zeigt Jesus klar, daß Unkraut und Same nicht so einfach voneinander zu trennen sind. So fragen ihn die Knechte: "Willst du denn, daß wir hingehen und es zusammenlesen? Er aber sprach: Nein, damit ihr nicht etwa beim Zusammenlesen des Unkrauts zugleich mit ihm den Weizen ausrauft. Laßt beides zusammen wachsen bis zur Ernte, und zur Zeit der Ernte werde ich den Schnittern sagen: lest zuerst das Unkraut zusammen, und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen; den Weizen aber sammelt in meine Scheune." (Mt. 13,28-30). Wäre es möglich, Weizen und Unkraut zu verwechseln, wenn der gute Weizen allein in " Jehovas Organisation " zu finden wäre? Oder könnte es vielleicht sein, daß jetzt der Zeitpunkt der Trennung von Unkraut und Weizen gekommen ist, wie es Jehovas Zeugen lehren? Prüfen wir, was die Bibel dazu sagt; ein paar Verse weiter wird uns nämlich erklärt, wann diese Trennung stattfinden wird: "... die Ernte aber ist die Vollendung des Zeitalters, die Schnitter aber sind Engel. Wie nun das Unkraut zusammengelesen und im Feuer verbrannt wird, so wird es in der Vollendung des Zeitalters (griechisch: sunteleia tou aiwnos) sein." (Mt. 13,39+40). Diese Vollendung des Zeitalters steht offensichtlich noch aus und darum auch die Trennung von Unkraut und Weizen, von Gläubigen und Ungläubigen. Auch heute wachsen also Gläubige und Ungläubige, Unkraut und Weizen, auf einem Feld. Und so gibt es auch heute noch Gläubige neben den Ungläubigen. Jesus sagt uns deutlich, daß es nicht Sache der Jünger ist, Unkraut und Weizen von einander zu trennen (Matth.13,28-30), sondern allein Sache Jesu Christi

WILL SICH DIE WACHTTURM-GESELLSCHAFT AN SEINE STELLE SETZEN?

Eine neue Mittlerin

Welchen Stellenwert die Organisation im Leben der Zeugen hat, zeigt ihre eigene Literatur sehr deutlich. Das Titelbild und die Überschrift eines Studienartikels im Wachtturm vom 01.06.79 lauten: "DER GLAUBE AN JEHOVAS SIEGREICHE ORGANISATION".

Jesus sagte jedoch einmal, wir sollten an Gott und an ihn glauben, von einem Glauben an eine Organisation hat er nichts gesagt! (Jh. 14,1). So macht sich eine Organisation Gott gleich.

In dem 1993 herausgegebenen Buch der Wachtturmgesellschaft"Jehovas Zeugen - Verkündiger des Königreiches Gottes" , wird auf S. 69 eine Bibelforscherin (früherer Name der Zeugen Jehovas) zitiert: " Hat sich Jehova nicht dieser Organisation bedient, um uns aus der Knechtschaft der falschen Religion zu befreien? Haben wir seine Güte nicht schon geschmeckt? Wohin sollten wir gehen, wenn wir die Organisation jetzt verließen? Würden wir nicht letztlich Menschen nachfolgen?" Und dann wird in einer Klammer Joh. 6.66-69 angegeben, wo Petrus zu Jesus sagt: 'Wohin sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens'. In der Bibel galten diese Worte Jesus, hier der Organisation: Jesus wird auf diese Weise mit der Organisation gleichgesetzt!!

Die Organisation hat die Rolle einer Mittlerin, denn Jehova und die Organisation werden als die himmlischen Eltern bezeichnet. Die Wachtturmgesellschaft selbst als sichtbare Organisation Jehovas wird von den Zeugen als Mutter bezeichnet, manchmal fast zärtlich als Mama . Wenn Gott der Vater ist und die Organisation die Mutter, welchen Stellenwert hat dann Jesus noch?

Ein Beispiel zeigt ein Artikel im Wachtturm vom 01.08.81: "Jehovas Organisation oder Satans Organisation?" Unter anderem wird die Versuchung Jesu durch den Teufel in der Wüste zitiert und weiter heißt es: "Er lehnte es ab, die Organisation, der er angehörte, zu verlassen und sich zu einem Teil der Organisation Satans zu machen." Hier wird Jesus einfach zu einem Angehörigen der himmlischen Organisation Gottes, während es in der Bibel über ihn heißt:

"Denn in ihm ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächte: alles ist durch ihn und für ihn geschaffen; und er ist vor allem, und alles besteht durch ihn." (Kol. 1,16). Kann man unter diesen Umständen noch davon sprechen, daß Jehovas Zeugen Jesus so ehren, wie Gott es will? Gottes Wille ist eindeutig: "... das ganze Gericht hat er dem Sohn gegeben, damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. (Jh. 5,23). Jesus selbst sagt, daß er alle Macht im Himmel und auf Erden hat." (Mt. 28,18).

Durch diese Wachtturm-Lehre werden Jesus und sein Vater entehrt. Wie sehr Treue zu Gott mit der Treue zur Organisation gleichgesetzt wird, zeigt auch die weitere Untersuchung des o.g. Gleichnisses, denn geht es in der Versuchung Jesu um zwei Organisationen? Nein, sondern Jesu antwortet: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen." Aber in der Literatur der Wachtturmorganisation wird daraus die Wahl zwischen zwei Organisationen.

In der Praxis hat also die Organisation die Rolle eines Mittlers zwischen Gott und Menschen bekommen, denn wie anders soll man sonst auch die Bezeichnung: " Jehovas Mitteilungskanal " werten? Was ist ein Kanal anders als ein Verbindungsstück zwischen zwei Dingen, in diesem Fall zwischen Gott und den Menschen.

Doch nicht nur dies zeigt, wie sehr die Organisation Jesus von seinem Platz als alleiniger Mittler zu Gott verdrängt hat. Paulus schreibt in seinem ersten Brief an Timotheus: "Denn einer ist Gott, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Jesus Christus, der sich selbst als Lösegeld für alle gab..." (1.Tim.2,5). In der Neue-Welt-Übersetzung, der Bibelübersetzung der Wachtturmgesellschaft, wird z.B. Hebr.12,2 wie folgt wiedergegeben: "... während wir unseren Blick auf den Hauptvermittler und Vervollkommner unseres Glaubens, Jesus, gerichtet halten." Dies unterscheidet sich gravierend von allen namhaften Übersetzungen, die diese Verse mit "Anfänger und Vollender des Glaubens" wiedergeben. Jesus ist nicht mehr der alleinige Mittler, wie uns die Bibel sagt, sondern nur noch der " Hauptvermittler ". Im griechischen Grundtext steht in diesem Vers und auch in einigen anderen, wo die Neue-Welt-Übersetzung der Zeugen Jehovas (NW-Übersetzung) den Ausdruck Hauptvermittler gewählt hat, das Wort archegon, das Führer Urheber, Fürst, Befehlshaber, Herrscher oder dergleichen bedeutet, nicht jedoch Hauptvermittler . Für den Begriff des Mittlers kennt die griechische Sprache ein eigenes Wort. Obwohl auch in der Bibelübersetzung der Wachtturmgesellschaft in 1.Tim. 2,5 Jesus als alleiniger Mittler zu Gott bezeichnet wird, fällt es Jehovas Zeugen anscheinend nicht auf, daß hier mit einer falschen Übersetzung eine zweite Mittlerin eingeführt wird.

In ihrer Literatur weist die Wachtturmgesellschaft zwar immer darauf hin, daß Jesus Christus der inthronisierte König Jehovas und das Oberhaupt der Königreichsregierung sei. Für den Glaubensalltag des einzelnen Zeugen spielt Jesus jedoch keine Rolle. Im Wachtturm vom 15.04.94 wird erklärt:"Wie kommuniziert Jesus heute mit seinen wahren Nachfolgern? Als Veranschaulichung diene das, was Paulus über die Versammlung gesalbter Christen schrieb. Er verglich sie mit einem Leib und Jesus Christus mit dem Haupt. Das "Haupt" versorgt die Glieder des geistigen Leibes mit dem, was sie benötigen, durch "Gelenke und Bänder" oder die Mittel und Vorkehrungen, durch die seine Versammlung mit geistiger Nahrung versorgt wird und Anleitung erhält (Kol 2:19)" . Es sei, so heißt es weiter, " nicht vorgesehen, daß die Glieder der Versammlung direkt mit Jesus Kontakt aufnehmen ." Ehren Jehovas Zeugen damit Jesus so, wie sie den Vater ehren? Zweifellos nicht, und auch dieses Beispiel zeigt wiederum, daß die Organisation in Wirklichkeit die Stellung eines Mittlers für sich beansprucht.

Wer die obige Schriftstelle nachgeschlagen hat, wird eine weitere Tatsache festgestellt haben; dort - und ähnlich in der entsprechenden Parallelstelle in Epheser 4,15 - heißt es, daß " der Leib durch Gelenke und Bänder unterstützt und zusammengefügt ist, daß er verbunden ist durch jedes Werk des Dienstes, entsprechend der Wirksamkeit nach dem Maß jedes einzelnen Teiles, und so wirkt er das Wachstum des Leibes zu seiner Selbstauferbauung in Liebe."

Doch hier wird aus der Zusammengehörigkeit der Gemeinde (Versammlung) eine Versorgung durch die Organisation!

Sigrid Raquet
(wird fortgesetzt)


ANSCHRIFTEN DER AUTOREN:

Tabea Kunz, Mittelstr. 13, 04416 Markleeberg
Sigrid Raquet, Eschenweg 8, 67454 Haßloch