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1999-2
| Buchbesprechungen |

Das Buch enthält zwei Hauptteile: "Die Homöopathie zwischen Glaube und Denken" von Dr. med. Karl KLEINSCHMIDT und "Kurze Medizingeschichte und Lehre der Homöopathie nach Samuel Hahnemann und Otto Leeser" von Dr. med. Hermann Frick. Beide Verfasser sind überzeugte Christen und dazu homöopathische Ärzte; zugleich sind beide auch Schüler von Prof. Dr. med., Dr. phil. Otto Leeser - einem führenden deutschen Homöopathen in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg.
| Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Homöopathien. Ein kritischer Einwand gegen eine Richtung, muss die anderen durchaus nicht betreffen. |
Dass dieser geniale Mann in charakterlicher Hinsicht auch recht schwierig sein konnte, wird nicht verschwiegen. "Die biographischen Notizen dieser Jahre[1] zeichnen leider das Bild eines unnachgiebigen Diktators."[2]
Allerdings, in einem Buch, das sich laut Titel mit den "religiösen Gegnern" der Homöopathie auseinandersetzen möchte, hätte man sich schon einigen Aufschluss über das geistlich-religiöse Leben dieses Mannes gewünscht.
Andere Hahnemann-Biographen führen hier wesentlich weiter, so z.B. der Homöopath Prof. Hans Ritter:
| Hahnemann war Freimaurer. Von Christus sprach er als von dem "Erzschwärmer" |
Auch wünschte man sich, einiges über die Beziehung Hahnemanns zu dem großen 'Wiener Wunderdoktor' Franz Anton Mesmer (1734-1815) zu erfahren. Nach dem "Organon"[5] stand er dessen "magnetischer" Therapie wohlwollend und aufgeschlossen gegenüber. Hat er den Mesmerismus auch selbst ausgeübt, wie Eschenmayer, Tischner und Ritter sagen? Gibt es einen tieferen Zusammenhang zwischen Homöopathie und Mesmerismus. Soll gar durch die "kräftigen Schüttelschläge" beim Potenzieren "Lebensmagnetismus" auf die Arznei und das Vehikel übergehen, wie Dr. Artur Lutze, nach Hahnemann wohl der erfolgreichste homöopathische Arzt überhaupt, meinte? Hahnemanns Biograph Herbert Fritsche schreibt in seinem Buch "Die Erhöhung der Schlange"[6] : "Zwischen Homöopathie und Mesmerismus hat es von Anfang an ein Bündnis gegeben, weil beide wesens-identisch sind."
Dass Hahnemann Freimaurer war, weiß das Buch (S. 27). Doch wird dieser Punkt nicht weiter ausgeführt. Gibt es inzwischen ein genaueres Wissen über die Esoterik der Loge "Minerva zu den drei Palmen", der Hahnemann zugehörte? Wenn er den Freimaurerphilosophen Dr. C. F. K. Krause empfing, verbannte er die ganze Familie aus dem Haus. Gibt es Anhaltspunkte für den Inhalt dieser vertraulichen Gespräche? In einem Brief spricht Hahnemann von "wichtigen maurerischen Eröffnungen", die er ihm machen wollte. Hängt dies mit der "Entdeckung" des Potenzierungsverfahrens der homöopathischen Arzneien zusammen, wie der Hahnemannforscher Georg Müller zu erweisen sucht?
Etwas mehr Information hätte man sich in dem biographischen Abriss über die Familie Hahnemanns gewünscht. Die Ehen der Töchter, soweit sie heirateten, scheiterten. Zwei wurden unabhängig voneinander ermordet, alle anderen von neurotischen Ängsten geplagt. Der einzige Sohn, Friedrich - Hochschullehrer in Leipzig, dann Apotheker in Wolkenstein im Erzgebirge, später ausgewandert - führte einen so überdrehten Lebensstil, dass sich die Leute vor ihm fürchteten. Er verscholl irgendwo in Amerika.
Entsprechend dem berühmten Lehrsatz "Similia similibus curentur" (Gleiches werde durch Gleiches geheilt) wird angenommen, dass ein Medikament in homöopathischer Verordnung gerade jene Krankheitssymptome zu heilen vermag, die es unter Versuchsbedingungen am gesunden Menschen hervorruft. Das Vermutete, Behauptete oder gar Erdichtete sei so gänzlich ausgeschlossen. Vielmehr hätte man auf diese Weise "die reine Sprache der sorgfältig und redlich befragten Natur" vor sich.
| Frick erwähnt nicht, dass Hahnemann schwere Täuschungen widerfuhren |
| Nichts gelöst in einem Verdünnungsmittel soll deutlich besser wirken, als das Verdünnungsmittel, in dem nichts gelöst ist |
Abgesehen davon, dass 1 Molekül am Reaktionsort nach pharmakologischer Plausibilität viel zu wenig ist, muss man angesichts der Naturstoffe, die die Homöopathie einsetzt - z.B. Bryonia, (Zaunrübe), Sepia, (Tintenfisch), Crotalus, (Toxin der Waldklapperschlange), usw. - voraussetzen, dass genügend viele, d. h. Tausende von spezifischen Molekülen am Reaktionsort (was genau ist damit eigentlich gemeint?) vorhanden sind. Dies aber kann aus elementaren physikalischen Gründen schon im Bereich der niederen Potenzen nicht mehr garantiert werden. Geradezu befreiend, dass wenigstens im Blick auf die Wirksamkeit der Potenzstufe C 30 eingestanden wird, dass darin "ein einstweilen ungelöstes Problem" liegt (S. 108). Ungelöst sind seit 200 Jahren freilich alle Probleme, die die Homöopathie aufgibt: "Nichts gelöst in einem Verdünnungsmittel soll deutlich besser wirken, als das Verdünnungsmittel, in dem nichts gelöst ist." So der Marburger Dermatologe, Prof. Dr. med. Rudolf Happle.
Alle Versuche, aus den physikalischen Gesetzmäßigkeiten wenigstens die Denkmöglichkeit der Homöopathie herauszumartern, vermögen nicht zu überzeugen. Der Physiker Martin Lambeck sagte neulich: "Sollte diese Grundannahme der Homöopathie über die Wirksamkeit der Potenzierung richtig sein, dann muss ich meinen Kollegen von der physikalischen Chemie und der Spektroskopie sagen, dass sie seit 50 Jahren geschlafen haben."[10]
Nein, Homöopathie kann, von der Placebowirkung einmal abgesehen, überhaupt nicht rational erklärt werden, weder chemisch noch physikalisch. In Anlehnung an einen bekannten Satz wird man sagen dürfen: Ubi physicus desinit, homöopathicus incipit, wo der Physiker am Ende ist, da erst fängt der Homöopath wirklich an.
| Ihre Vertreter greifen oft auf die Vorstellung immaterieller, "geistartiger" Kräfte zu-rück |
Während der Naturwissenschaftler zunächst vor der Frage steht, ob es diese "geistartigen" Kräfte überhaupt gibt, hat der Christ und Theologe zu fragen, welcher Natur sie sind.
Der ungewöhnlich gut informierte, aber freilich auch unbequeme Biologe und Hochpotenz-Homöopath Dr. Herbert Fritsche (1911-1960) erklärt die Homöopathie konsequent esoterisch: "wird ... die Simile-Arznei eingesetzt, so kommen zwei konkordante Hervorrufungen miteinander ins Gespräch: Abyssus abyssum invocat, ein Abgrund ruft dem anderen. Insofern ist die Homöopathie - und das versteht nur, wer hier vernehmend folgen konnte - auch eine Heilung durch Zaubersprüche."[12]
| Leider unternimmt er nicht den kleinsten Versuch, auf seine Widersacher wirklich einzugehen |
Es stimmt, Prokop ist Materialist und Atheist. Unverständlich aber, warum sich der Homöopath Kleinschmidt so sehr darüber ärgert? Zuweilen appelliert er beherzigenswert an die Unterscheidungskraft: Man dürfe z.B. "mit dem Badewasser des Spiritismus nicht das Kind der Kräutermedizin" (S. 21) ausschütten. Dagegen liest sich S. 23ff aber so, als sähe er es gern, wenn man mit dem "Badewasser des Materialismus" auch die wissenschaftliche Arbeit Prokops gänzlich verwerfen sollte. Warum?
Freilich dürfte man sich der Führerschaft Prokops nicht anschließen, wenn es z.B. um die theologische Wertung des Spiritismus und Mediumismus ginge. Da würde sein konsequent materialistischer Ansatz in der Tat zu einer Fehlbeurteilung führen. Bei einer Arsenikvergiftung hingegen bliebe sein weltanschaulicher Standpunkt völlig unerheblich. Darum lautet die Frage: Inwiefern stört Prokops Materialismus bei der Beurteilung der Homöopathie? Welche weltanschaulichen Voraussetzungen muss man eigentlich mitbringen, um ihr gerecht zu werden? Von einem "materialistischen Angriff" auf die Homöopathie zu sprechen, macht nur dann richtig Sinn, wenn diese in nichtmaterielle (vitalistische, odische, entelechiale oder sonstige metaphysische) Dimensionen hinein ragt. Ist dies der Fall, dann sollte man es klarer und deutlicher sagen. Dann sollte man vor allem den Versuch einer physikalischen Herleitung von vornherein unterlassen. Weiterhin sollte man zugeben, dass zumindest der kritische Blick der religiösen Gegner hinreichend gerechtfertigt ist. Seit langem wird die Frage gestellt, welche "geistartigen Kräfte" in einem homöopathischen Pharmakon wirken, zumal, wenn diese Wirkungen, wie beharrlich behauptet wird, weit über jeglichen Placeboeffekt hinausgehen? Ist es eine noch unbekannte Naturkraft oder eine mit dem Mesmerismus eng verknüpfte bzw. verwandte Methode, wofür bedeutende Homöopathen (z.B. Artur Lutze, Adolph von Gerhardt, Friedrich Gisevius, Herbert Fritsche) eintraten?
| Welche "geistartigen Kräfte" wirken in einem homöopathischen Pharmakon? |
Ein angemessenes Sensorium für die christlichen Vorbehalte, ob sie nun von volkstümlichen Evangelisten (Modersohn, Markmann, Kriese) oder von christlichen Ärzten (Pfeiffer, König, Kormannshaus, Heide) geäußert wurden, ist nirgends auszumachen.
| Kleinschmidt verschweigt, dass bedeutende Befürworter zugleich hochrangige Nazis waren |
Unerwähnt bleibt ferner, dass es neben dem "materialistischen" und "religiösen" Angriff, mindestens noch einen weiteren gibt: den Angriff aus den eigenen Reihen. Wiederholt wechselten Homöopathen ins Lager der Kritiker hinüber. Bestes Beispiel ist Dr. med. Fritz Donner, der einst zu den führenden homöopathischen Ärzten Deutschlands gehörte. Donner war beteiligt an Überprüfungen homöopathischer Arzneien, die in den Jahren 1936 - 1939 vom damaligen Reichsgesundheitsamt angeordnet wurden. Er überzeugte sich von der Unwirksamkeit der Homöopathie. Außerdem erwähnt er unseriöse Praktiken seitens der Prüfer. So sagte der damalige 1. Vorsitzende des Deutschen Zentralverbandes homöopathischer Ärzte (DZV), Hanns Rabe, wörtlich: "Wir können doch das gar nicht, was wir behaupten!" (vgl. Donner, 1966) Auch Otto Leeser wird - in kritischem Zusammenhang - erwähnt.
Wohl betont Kleinschmidt, einige Klassiker gingen "esoterischen und sonstigen Ideen nach, die der Homöopathie fremd sind" (S.56). Aber leider fehlt ihm die Bereitschaft, wenigstens in diesem Minimal-Punkt seinen christlichen Gegnern ein Stück weit entgegenzugehen. Ist ihm verborgen, dass die Homöopathie nur selten in der Form seines Lehrers Otto Leeser - er gilt als der "an Kant geschulte Rationalist unter den wirklichen Homöopathen" - auftritt? Sehr viel häufiger ist doch die Verflechtung mit höchst fragwürdigen bis eindeutig okkulten Methoden und Anschauungen. Und mit genau dieser Wirklichkeit der Homöopathie hat es der Evangelist in der Seelsorge immer wieder zu tun! Und diese Wirklichkeit ruft - mit Recht! - den kritischen Blick und das kritische Wort hervor.
Aber auch die Homöopathie "an sich" ist in vielfacher Hinsicht eine äußerst fragwürdige Angelegenheit. Die christlichen Vorbehalte können kaum besser zum Ausdruck gebracht werden als es der Homöopath Herbert Fritsche in seiner Hahnemann-Biographie (S. 261) tat: "Was sich da abspielt, ist Ketzer-Wirken - und in der Tat ist und bleibt auch von der Theologie her, die der Homöopathie heimlich innewohnt ... Hahnemanns Heilkunst eine echte Ketzerei." Genau hier liegt das Hauptproblem: Die dieser Heilkunst "heimlich innewohnende Theologie"! Für die Wahrnehmung dieser Dimension fehlt den beiden Autoren das angemessene Sensorium.
| Die der Homöopathie heimlich innewohnende Theologie ist Ketzerei |

(1) BW 4.0 ist besonders für die exegetische Arbeit am Grundtext ein wichtiges - ich würde sogar sagen unentbehrliches - Hilfsmittel. Es bietet neben den deutschen Bibelübersetzungen (BW 3.1 hatte bisher: LÜ '12/'84; Elb.; Rev.Elb.; Schlachter, Einh.) eine ganze Reihe biblischer Grundtextausgaben (neben den Standardtextausgaben für das AT [BHS4; LXX (Rahlfs)] und NT [NA27] sind dies Tischendorf8, Westcott und Hort und drei Ausgaben des Textus Rezeptus sowie die Vulgata [Weber]).
Die computergestützten Suchfunktionen eignen sich hervorragend zur Analyse der biblischen Texte, wodurch Konkordanzen nahezu überflüssig werden. Doch hier ist manchmal Vorsicht geboten, da das Computerprogramm beispielsweise die Akzentuierung nicht beachtet. Ähnliche Schwächen lassen sich auch bei den Suchfunktionen für das hebräisch/aramäische AT feststellen. BW 4.0 ist außerdem kein Ersatz für die gedruckten Grundtextausgaben, da der textkritische Apparat nicht berücksichtigt wird (lediglich im AT werden einige andere Lesarten beachtet). Dennoch ist das Programm eine nahezu unentbehrliche Hilfe für das Studium am Text.
Von den mitgelieferten Hilfsmitteln ist für das NT besonders Louw-Nidas Greek-English Lexicon of the NT zu erwähnen (das am Computer viel leichter zu handhaben ist als in Buchform) und für das AT das Theological Wordbook of the OT von Harris-Archer-Waltke. Die meisten anderen Hilfsmittel sind leider nicht auf dem aktuellem Stand.
(2) Benutzer, die zwar weder Griechisch noch Hebräisch gelernt haben, aber einigermaßen gut Englisch können, haben bei BW 4.0 ein optimales Angebot an 17 englischen Bibelübersetzungen. Die Hilfsmittel sind ebenfalls alle in Englisch (Robertson Word Pictures in the NT; Easton Bible Dictionary etc.), jedoch auch nicht immer auf dem neuesten Stand (beispielsweise wird von der International Bible Standard Encyclopedia die erste Ausgabe mitgeliefert [1915], obwohl im Buchhandel seit Jahren die 3. Auflage [1979] erhältlich ist).
Diesem Benutzerkreis stehen zudem besondere Hilfsmittel zur Verfügung, mit denen er sich verhältnismäßig einfach den Grundtexten nähern kann. Doch hier ist besondere Vorsicht geboten, denn die Gefahr ist groß, dass man hier zu Fehlschlüssen kommt. Lässt man beispielsweise das hebr. Wort für "tausend" (elef II) nachschlagen, so erhält man 520 Treffer in 403 Versen. Darin sind allerdings die Polyseme elef I "Rind" (z.B. Spr 14,4) und elef III "Sippe" (Mi 5,1) enthalten, wohingegen die Stadt "Elef" in Benjamin (elef IV; Jos 18,28) nicht aufgelistet ist. Lässt man hingegen die entsprechende Nummer im Wörterbuch von Strong nachschlagen, dann erhält man nur 379 Verse mit 491 Treffern, wobei auch hier wieder kein Unterschied zwischen den Polysemen elef II "tausend" und elef III "Sippe" gemacht wird. Wer nun kein Hebräisch kann, dürfte durch diese scheinbar widersprüchlichen Suchergebnisse leicht verwirrt sein, ohne dass er den Grund dafür erkennen kann. Im Zweifelsfall ist es daher ratsam, wenigstens ein Wörterbuch zu Rate zu ziehen. In jedem Fall sollte man mit auf diese Weise gewonnenen Ergebnissen vorsichtig umgehen.
Andererseits darf nicht verschwiegen werden, dass gerade diese Suchfunktionen auch für den Benutzer ohne Hebräisch oder Griechischkenntnisse eine große Hilfe bieten, indem er eine biblische Ursprachenkonkordanz weitgehend simulieren kann und so nicht auf die Konkordanz zu einer Bibelübersetzung angewiesen ist.
(3) Besonders freuen dürfen sich Benutzer, die schon lange ein Computerprogramm mit Bibelübersetzungen in einer der modernen Fremdspachen gesucht haben: BW 4.0 bietet Übersetzungen ins Albanische, Dänische, Finnische, Französische, Holländische, Indonesische, Italienische, Katalanische, Kreolische, Norwegische, Polnische, Portugiesische, Russische, Spanische, Ungarische, Ukrainische und Vietnamesische.
Es muss abschließend darauf hingewiesen werden, dass für die Bedienung von BW 4.0 einige Grundkenntnisse in Englisch erforderlich sind. Ansonsten ist BW 4.0 eine großartige Hilfe, um Gottes Wort besser studieren zu können, die auch ihren auf den ersten Blick recht hohen Preis wert ist.

Es besteht aus drei Hauptteilen. Der erste Teil (13-51: "Die Bibel als Lesebuch") bietet eine grundsätzliche hermeneutische Orientierung über den kanonischen Rahmen und die philosophischen Voraussetzungen der Auslegung, die Frage nach der Heiligkeit der Auslegungsmethode, die Bedeutung von Textskopus und Zeitgebundenheit und die Rolle des Heiligen Geistes. Im zweiten Hauptteil (57-133: "Aspekte des Lesens") werden die exegetischen Arbeitsschritte von der Textfindung über die Übersetzung (samt Syntax und Semantik), die Berücksichtigung der Zeitgeschichte, des Zusammenhangs und des Stils, die Anwendung bis hin zum Umgang mit exegetischer Literatur erläutert. Zu den einzelnen Schritten der Auslegung werden jeweils mehrere Beispiele geboten und Übungsaufgaben gestellt.
Der dritte Hauptteil (140-197: "Die Reichweite von Prophetenworten") behandelt drei übergreifende Themen, zu denen man sich bei der Auslegung einzelner Abschnitte eine Meinung gebildet haben sollte, die aber dennoch keineswegs in allen Methodenbüchern vorkommen. Zunächst wird diskutiert, wie wörtlich Verheißungen zu nehmen sind und ob sie sich einmalig oder in mehreren Etappen erfüllen. Anschließend wird das Thema Typologie erörtert. Und zum Schluss erklärt der Autor, was bei der Auslegung von Gleichnissen zu beachten ist. Auch die Themen des dritten Hauptteils werden mit zahlreichen Beispielen illustriert.
Dem, der mit der Lektüre nicht systematisch am Anfang beginnen will, wäre übrigens ein Seiteneinstieg in die Beispielexegese zur Taufe "für die Toten" (1 Kor 15,29) zu empfehlen (57-68). Am Ende findet der Leser neben einem Textregister eine Literaturliste mit grundlegender und weiterführender Literatur zu den einzelnen Kapiteln. Wie diese Liste zeigt, kann man natürlich jedes der von van Bruggen angesprochenen Themen auch monographisch in umfangreichen Bänden entfalten. Wem allerdings die Muße für eine so ausgedehnte Lektüre fehlt, der findet in dieser Einführung auf rund 200 Seiten ein konzentriertes und ausgewogenes Handbuch für die praktische Auslegungsarbeit, die in den verschiedenen Zweigen der alltäglichen Gemeindearbeit geleistet werden muss. Daher ist zu hoffen, dass das Buch, das in den Niederlanden seit 1981 zahlreiche Auflagen erlebt hat, auch in seiner jetzt von Dr. J.-B. Klautke angefertigten Übersetzung ins Deutsche viele Leser findet.

Im ersten Teil wird nach einer kurzen Einführung zum Nahen Osten dieser beschrieben und in seinen Hauptregionen betrachtet. Die Topographie der Länder wird durch Reliefkarten und geologische Querschnittzeichnungen gut dargestellt. Weiter wird der Leser über das heutige Klima, die jährliche Niederschlagsmenge und die Verkehrswege informiert, bevor die einzelnen Regionen Israels und Jordaniens (Baschan, Galiläa, Jesreel-Ebene, Karmelgebirge, das Hügelland, die judäische Wüste, das Tote Meer, die Philister-Ebene, usw.) gesondert behandelt werden. Sehr hilfreich sind auch die Ausführungen über die Geographie Ägyptens, Syriens und dem Libanon sowie Mesopotamiens, da diese Gebiete in den meisten Bibelatlanten fehlen.
Im zweiten, dem historischen Teil werden die in der Bibel berichteten Ereignisse dieser Gebiete von der Urgeschichte bis zum Fall von Jerusalems im Jahr 70 n. Chr. geschildert und durch entsprechende Karten und Fotos illustriert. Dadurch erhält man einen guten Einblick in die einzelnen Begebenheiten der jeweiligen Zeit. Sehr informativ ist der Größenvergleich zwischen den heutigen Ländern des Vorderen Orients und den gegenwärtigen Ländern Europas. Am Schluss des zweiten Teils ist ein Kapitel über die Geschichte und Topographie Jerusalems zu finden sowie das sehr knapp gehaltene Kapitel: "Die historische Geographie als Wissenschaft."
Leider hat der Atlas nicht nur gute Seiten. Einige Karten sind überladen mit Ortsnamen, dadurch wird die Übersichtlichkeit eingeschränkt. Manche der farbig eingezeichneten Wege heben sich in der Farbgebung so gut wie gar nicht voneinander ab, so dass die beabsichtigte Information praktisch gleich null ist. Auch manche Fotos illustrieren nur unzureichend: Auf den schwarz-weiß Fotos auf S. 22 erkennt man keinen Frühling, wie in der Bildbeschreibung vermerkt. Die Fotografie der Mauerreste auf S. 120 wird nicht zugeordnet. Die Stele Hammurabis lässt die Keilschriftzeichen nicht mehr erkennen (S. 82), und in der Beschreibung der Reliefdarstellung von Ramses III. werden die Seevölker mit den Philistern gleichgesetzt (S. 109). Die Philister waren aber nur ein Segment der Seevölker, wie auf S. 108 richtig vermerkt. Auf S. 189 wird die eigenartige und seit langem nicht mehr gebräuchliche archäologische Zeitperiode Späte Kupferzeit - wahrscheinlich für das Chalcolithicum - neben der Bezeichnung Frühe Bronzezeit benutzt. Bedauerlich ist auch, dass Anmerkungen für das Kapitel "Die historische Geographie als Wissenschaft" fehlen. Diese Mängel hätten sicherlich durch ein besseres Lektorieren vermieden werden können.
Insgesamt kann man aber diesem Werk nur weite Verbreitung wünschen, da es sehr wertvolles Kartenmaterial und am Bibeltext orientierte Ausführungen zur Geschichte Israel, der intertestamentarischen Zeit, dem Leben Jesu, der Urgemeinde und der Ausbreitung des Christentums beinhaltet.

Im ersten Kapitel (mit dem bezeichnenden Titel "Wir basteln uns einen Bibelcode") stellt Thiede zunächst kurz die Thesen Drosnins dar, um sie anschließend sehr pauschal für unsinnig zu erklären. Dabei wirft er ihm - grundsätzlich zu recht - unseriöses Arbeiten und willkürliche Methodenwahl vor. Leider bedient sich der Autor dabei streckenweise einer Sprache, die stark an Polemik grenzt - und dies völlig unnötigerweise - und die damit nicht unbedingt geeignet sein dürfte, Menschen mit einer anderen Überzeugung für die eigene zu gewinnen (über Drosnins Methode: "Das ist so narrensicher, dass es schon wieder primitiv ist." [S. 21]). Auch bei dem "Basteln" des eigenen Codes vereinfacht er unzulässig. Bedauerlich finde ich ebenso, dass sich ein auf seinem Fachgebiet zweifellos hoch anerkannter Wissenschaftler zu Fragen der Statistik im Bereich der Mathematik ebenso sicher äußert. Dabei fegt er die in einer mathematischen Fachzeitschrift veröffentlichte (und vorher von Fachleuten geprüfte) Arbeit der israelischen Forscher Rips, Witztum und Rosenberg mit wenigen Sätzen vom Tisch (S. 34) - dieser Artikel war der Ausgangspunkt für Drosnins Buch -, so dass man andersherum nun dies nicht mehr als seriös bezeichnen kann.
Im zweiten Kapitel ("Bibelwort und Bibeltext: Die Grundlagen") findet sich nun eine recht breite, sehr gut dargelegte Einführung in die Textgestalt und -entwicklung des Alten Testaments. Neben den eher geläufigen Fakten zum Hebräischen Text geht Thiede aber auch ausführlich auf die Bedeutung des griechischen Textes des Alten Testamentes (der Septuaginta) ein. Bei allen Argumentationen stellt er besonders die Bedeutung der Qumranfunde heraus und diskutiert hier mit großer Sachkenntnis manches Detail.
Eine ganze Reihe von eindeutigen Codes aus der Bibel und der antiken Literatur bespricht der Autor im dritten Kapitel ("Zahlen die zählen: Codes für Eingeweihte"). Hier findet man nun die mitunter schon amüsanten Auslegungsversuche der Zahl 153 aus Joh 21,11, die 3 x 14 Generationen in Jesu Stammbaum in Mt 1, aber natürlich auch die Frage nach der Zahl 666 in Off 13,18. Im letzten Kapitel ("Der Gottesschlüssel: Verborgene Wege und Lehren") werden einige grundlegende hermeneutische Regeln besprochen, wobei auch hier wieder interessante Details zu Tage kommen (z.B. aus bzw. in Bezug auf das Buch Esther; andere Beispiele stammen aus rabbinischer wie auch aus frühchristlicher Theologie).
An verschiedenen Stellen kommt Thiede auf die grundsätzliche Frage der Inspiration der Bibel zu sprechen - und seine Äußerungen dazu sind teils heikel (wenn er z.B. ausgerechnet Philo von Alexandrien als "gläubigen Juden" und Origenes als "gläubigen Christen" als Vorbilder für christliches Inspirationsverständnis hinstellt [S. 60-61]), teils nicht eindeutig formuliert ("Die Bibel ist für alle Gläubigen zuerst Gottes Wort, aber sie enthält auch Menschenwort als antike Geschichtsschreibung ..." [S. 121]).
Abschließend kann man Thiede nur zustimmen, wenn er schreibt: "Nicht die Methoden bestimmen den Text, der Text bestimmt die Methoden." (S. 127) und dabei fordert, dass wir wieder direkt zurück zu den Quellen, zu den Büchern der Heiligen Schrift gehen müssen (S. 123), um dem Auftrag Gottes gerecht zu werden: "Forscht im Buch des HERRN nach und lest" (Jes 34,16).

Bei den zahlreichen ethischen Einzelthemen untersucht Huntemann stets, auf welche Weise biblisches Ethos auf moderne und postmoderne Herausforderungen antworten muss. Sehr lesenswert sind seine Ausführungen zum Thema "Autorität und Patriarchat". Im Blick auf die Sexualethik tritt Huntemann für eine "sinnerfüllte Sexualität" innerhalb der vom Schöpfer gesetzten Grenzen ein und nimmt von daher Stellung u.a. zu Pornographie, Bestialitas, Petting, Masturbation, Homosexualität, Ehescheidung und Geburtenkontrolle. Im Blick auf die gegenwärtige Euthanasiedebatte weist Huntemann zwar die Ansicht zurück, menschliches Leben könne jemals als "lebensunwert" angesehen werden, er fordert aber, diese Überzeugung dürfe nicht dazu führen, dass "Sterbenskranke die letzte Phase ihres Lebens als Hölle durchmachen müssen". Wenn ein "qualvoll Sterbender" den Arzt darum bittet, ihm einen gnädigen Tod zu gewähren, weil er selbst nicht mehr in der Lage sei, sich diesen Wunsch zu erfüllen, dann komme es zu einem Konflikt zwischen Barmherzigkeit und Ehrfurcht vor dem Leben, und aktive Sterbehilfe zu leisten, sei "Schuldübernahme" aus Liebe. Diese Sichtweise stößt sicher nicht nur beim Rezensenten auf Ablehnung: Abgesehen davon, dass im Licht der Heiligen Schrift darauf bestanden werden muss, dass es moralisch ein qualitativer und damit unendlicher Unterschied ist, ob man eine Behandlung abbricht oder ob man Leben beendet, ist auf die inzwischen beeindruckenden Erfolge effizienter Schmerztherapie hinzuweisen, die es verbieten, selbst bei terminalen Patienten von einem "qualvollen Verrecken" oder von einem "die Hölle durchmachen" zu sprechen.
Insgesamt bietet Huntemann mit seinem Biblischen Ethos eine kompakte und gut nachvollziehbare Darstellung, in der er zu zahlreichen aktuellen ethischen Fragen griffig Stellung nimmt. Eine Stärke des Werkes ist unzweifelhaft die Diagnose des "Zeitalters der Moralrevolution". Dankbar ist man auch dafür, dass der Autor konsequent die Einheit von Altem und Neuem Testament betont. Sehr viele seiner ethischen Beurteilungen sind ausgezeichnet und finden beim Rezensenten ungeteilte Zustimmung. Über manche Fragen wird man diskutieren müssen: Ob Huntemanns Ansicht, Geburtenkontrolle sei heute geboten (sic!), weil das Gebot, die Erde zu füllen, erfüllt sei (S. 482), aus verantwortungsethischen Überlegungen in einem Buch geschrieben werden sollte, das vornehmlich in einem Land gelesen wird, in dem das Thema Geburtenüberschuss - vorsichtig formuliert - nicht gerade brennend ist, erscheint fragwürdig. Ob eine solche Aussage in einem anderen Kontext ethisch vertretbar ist, zum Beispiel in der Zweidrittel-Welt, müßte an anderer Stelle überprüft werden.
Lob gebührt Huntemann dafür, dass er sich in seiner Ethik darum bemüht, exegetisch zu arbeiten. Viele seiner Auslegungen sind sehr wertvoll. Manches will jedoch nicht so recht überzeugen. Wenn der Verfasser aus Lk 22,22-36 meint ableiten zu können, dass Jesus zunächst den bewaffneten Widerstand, die Selbstverteidigung geplant habe, sich dann aber angesichts der Übermacht seiner Gegner gezwungen gesehen habe, aufzugeben und den Weg des messianischen Leides angetreten habe (S. 611ff), ist festzuhalten, dass sämtliche Evangelien berichten, Jesus sei von Anfang an bewusst den Weg des Leidens gegangen (s. Mt 16,21ff; 1Petr 2,21ff), und er habe bis zuletzt die Macht gehabt, dem Leidensweg auszuweichen (siehe: Mt 26,23). Auch seine Behauptung, in Rö 13,1ff lehne sich Paulus "wie ein Widerstandskämpfer gegen die neroianische Wirklichkeit auf" (S. 535ff), wird bei nicht wenigen Lesern - berechtigten - Zweifel hervorrufen.
Dennoch: Dieses Buch ist ein wertvoller Beitrag, ja ein Gewinn für die Christliche Ethik. Es ist ein glutvoller, mutiger Ruf im Zeitalter der Moralrevolution, zu dem von Gott geoffenbarten Ethos zurückzukehren. Nicht zuletzt deswegen leistet es einen wertvollen, notwendigen Dienst für die christliche Gemeinde und für die Gesellschaft. Biblisches Ethos sei jedem zur Lektüre empfohlen, der sich um biblisches Ethos bemüht.

Lutz v. Padberg, Dozent an der Freien Theologischen Akademie und ausgewiesener Kenner des Frühmittelalters, entwirft in diesem kleinen aber feinen Taschenbuch der bekannten Reclam-Reihe Geschichte einen leicht lesbaren Gesamtabriss über die Christianisierung Europas im Mittelalter. Der Bogen spannt sich von der Missionierung der Franken im 5. Jahrhundert über die Christianisierung der Angelsachsen und ihre eigenen Missionsversuche auf dem Kontinent bis hin zu der Evangelisierung der Friesen, Sachsen, Dänen, Norweger, Schweden und der Bekehrung der Isländer im Jahre 1000. Abschließend werden auch die missionarischen Vorstöße von und nach Osteuropa lebendig dargestellt, die bis ins 14. Jahrhundert reichen.
In Padbergs Studie tritt die verhängnisvolle Verquickung von politischen Machtinteressen und Missionsbestrebungen immer wieder in das Blickfeld des Betrachters, ebenso die diffizile Frage nach der Übernahme von heidnischen Riten in den christlichen Glauben. Durfte man heidnische Tempel zu Kirchen umfunktionieren? War es erlaubt, die religiös verstandene Runenschrift der Heiden weiter zu verwenden? Das Problem des Synkretismus war überall virulent, ebenso das Verständnis des Christentums als stärkste und machtvollste Religion. Politische Interessen und Missionsanliegen fielen häufig ineinander.
Aber es gab auch manche bemerkenswert positive Seiten: Bekehrung geschah nicht nur als erzwungenes Massenphänomen, sondern auch mehrfach individuell aus freien Stücken; der Mut und die Hingabe der Missionare ist bewundernswert, denn sie riskierten ihr Leben; ihre Missionsstrategie war durchdacht und effizient und wurde überwiegend friedlich vorangetrieben; mit dem Evangelium kamen auch kulturelle und soziale Errungenschaften zu den Völkern Europas usw.
An richtiger Stelle beigefügte und kommentierte Abbildungen und Karten erhöhen den Lesegenuss dieses Buches und tragen zur Illustration des Gesagten bei. Die in einem zweiten Teil herausgegriffenen "Aspekte" der Christianisierung des Mittelalters vertiefen einige Spezialthemen, die in der chronologischen Darstellung nicht ausführlich erörtert werden konnten. Die 34 im dritten Teil angeführten Quellen geben einen plastischen Eindruck von der tatsächlichen Situation der Zeit, zeigen aber auch die Legendenbildung des Mittelalters, die jede Textinterpretation vor erhebliche Schwierigkeiten stellt. Eine umfangreiche Bibliographie und ein Namens- und Ortsregister beschließen das Werk.
Padbergs leichtfüßiger Ritt durch sechs Jahrhunderte Missionsgeschichte weist ihn nicht nur als Fachmann auf diesem Gebiet aus, sondern belegt, dass Gott schon damals seine Gemeinde baute - wenn auch auf für uns Heutige oft verschlungenen Pfaden. Immerhin ist es den Missionaren der damaligen Zeit zu verdanken, dass wir in Europa auf eine jahrhundertealte christliche Tradition zurückgreifen können. In der heutigen Auseinandersetzung mit der "Postmoderne" erscheint es hilfreich, von dem Kampf der Väter mit dem damaligen "Heidentum" zu lernen: sowohl von ihren Fehlern, wie auch von ihren Stärken.

Der Autor schildert zunächst einige Phänomene der Charismatik des 17. und frühen 18. Jahrhunderts, die sich in der Zeit des aufkommenden Pietismus ereigneten. Dieser musste Antworten finden und seine Position bestimmen. Dabei ging es ihm nicht nur um äußerliche Begleiterscheinungen (Zuckungen, lautes Geschrei usw.) bei den sogenannten Ansprachen der Inspirierten. Es ging auch um die Frage nach dem Verhältnis von äußerem Wort (= Heilige Schrift) zum inneren Wort (= Reden des Geistes). Abgrenzung fielen dem Pietismus nicht leicht. Schließlich betonten beide Seiten ja die Praxis des Christseins, die vom Heiligen Geist geprägt sein soll.
Bei den pietistischen Persönlichkeiten kann man im zweiten Teil erkennen, wie sie sich Klärung vorstellten. So steht etwa Ph.J. Spener der Bewegung der Inspirierten distanziert gegenüber, beurteilt die Phänomene aber nicht als dämonischen, sondern überwiegend innerpsychischen Ursprungs. A.H. Francke urteilt zunächst sehr offen, musste sich aber durch Erfahrungen belehren lassen.
Im Vorwort findet sich das Zitat, dass es nichts Neues unter der Sonne gibt. Schon das kann entspannen. Zu anderer musste man sich auch damals dieser Herausforderung stellen. Lösungswege aus dem 17./18. Jahrhundert sind in jedem Fall anregend, für heute jedoch kaum kopierbar.
Im Buch wirken relativ viele Fehler etwas störend, die Art der Gliederung ist gewöhnungsbedürftig. Wer in der aktuellen Debatte weder um sich schlagen noch Charismatik als unvermeidliches Schicksal hinnehmen möchte, findet hier sachliche Anregung.