Bibel und Gemeinde
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Aktualisiert am 27.1.2012
Bibel und Gemeinde 1/12
Bibelkritisch und fromm?
Einem, der die Bibel als das Wort Gottes liebt und sein Leben daran ausrichtet, kommt das zunächst recht komisch vor. Wie kann jemand fromm sein und zugleich die Bibel kritisieren? Wie kann jemand behaupten, die Bibel enthalte viele Fehler und Widersprüche, aber im selben Atemzug versichern, er sei ein guter Christ?
Nun, wenn dieser Jemand in gewissen Freikirchen Pastor werden will, muss er wohl betonen, dass er fromm ist, sonst bekommt er vielleicht die Stelle nicht. Andererseits: Warum sollte er nicht wirklich aufrichtig fromm sein können?
In dem (katholischen) Franz von Sales Lexikon fand ich die schöne Definition: „Frömmigkeit ist die Tugend, die den Glauben mit dem Leben verbindet.“
Die Frage ist nur, welchen Glauben ich meine. Wenn ich mich nämlich zum Richter über die Bibel aufwerfe, dann entscheidet mein Intellekt (oder der von anderen Menschen) darüber, was ich zu glauben und was ich abzulehnen habe. Entsprechend wird auch meine Frömmigkeit aussehen. Wenn so vieles in der Bibel nicht wirklich zu glauben ist, dann wird meine Frömmigkeit Lücken bekommen. Und irgendwann werden diese Lücken als Risse in meinem Leben sichtbar sein. Dann hat sich mein Gewissen schon meiner Bibelkritik angepasst ...
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- Theologiestudium - wozu?
- Jesus war kein Vegetarier
- Krieg im Buddhismus
Biblisch Glauben, Denken, Leben Nr. 93
Endlichkeit
Wir waren zu Fuß unterwegs, meine kleine Enkeltochter und ich. Fröhlich sprudelte es aus ihr heraus: Jetzt haben wir Herbst, doch bald ist Winter und dann kommt Frühjahr und Sommer und dann wieder Herbst und wieder … und immer wieder. Etliche Jahre vergingen in ihrer Aufzählung. Doch dann kam völlig ansatzlos und überraschend: "Und dann sind wir beim Herrn Jesus im Himmel." Bei ihr klang das wie eine unumstößliche Tatsache. Fest einzuplanen, wie eine Jahreszeit. Einer Gesetzlichkeit folgend.
Ja, ja die Kinder. Mit einfachen Worten bringen sie große Dinge zum Ausdruck. Ohne eine echte Vorstellung von der Dimension der Thematik zu haben. Was sollen sie auch anfangen mit "endlich" und "vergänglich"? Oder aber mit "unendlich" und "unvergänglich"?
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- Ein bitterer Nachgeschmack. Vergebung, Versöhnung, Verhandlung? (Johannes Gerloff, Israel)
- Der Papst in Deutschland (Dr. Bernhard Kaiser)
- Aldous Huxley und sein Einfluss auf „evangelikale“ Spiritualität (Alexander Seibel)
Bibel und Gemeinde 4/11
War die Schlange die Gute?
Man kann es ja verstehen, dass jemand mit einer Predigt ein Experiment macht. Es ist auch denkbar, dass eine Predigt einmal total verunglückt. Aber das, was sich der Alt-testamentler Michael Rohde in seiner Predigt über 1. Mose 3,1-7 geleistet hat, ist einfach nur schlimm. Er hielt sie am 9. April 2008 unter der Überschrift „Weisheit in der Paradieserzählung“ oder: „Warum klug werden keine Sünde ist“. Es geschah im Rahmen eines Gottesdienstes zur Eröffnung des Sommersemesters am Theologischen Seminar Elstal, das hauptsächlich Pastorinnen und Pastoren für den Dienst im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemein-den (BEFG) ausbildet. Auf ihrer Home-page behauptet die Fachschule ...
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- Zur Hölle mit der Hölle?
- "Gemeinde Jesu" oder "Jesus-Gemeinde"?
- Was ist (un)geistliche Musik?
Biblisch Glauben, Denken, Leben Nr. 92
Das Eigenlob der Handwerkskammer
Am Anfang waren Himmel und Erde. Den ganzen Rest haben wir gemacht. Mit diesen Worten streicht eine lokale Handwerkskammer auf großformatigen Werbeplakaten ihre Verdienste bzw. die des Handwerks heraus. Damit übertreibt sie nicht nur maßlos, sie beherzigt zudem auch nicht die Mahnung von Spr 27,2, die besagt, dass wir uns nicht selbst loben sollen, sondern uns vielmehr von anderen loben lassen sollen.
Es war vor allem der erste Satz auf dem Plakat, der meine Aufmerksamkeit bzw. mein Interesse weckte. Er klingt für Christen sehr vertraut. Vom dritten Wort abgesehen ist nämlich der gesamte Satz mit dem ersten Vers der Bibel identisch. Anstelle von waren steht dort allerdings schuf Gott. Die Handwerkskammer hat, was die einzelnen Worte und auch ihre Reihenfolge angeht, oberflächlich betrachtet nur eine sehr geringe Änderung am biblischen Original vorgenommen.
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- Christ und Reichtum. Zwischen Gottes Segen und positivem Denken (Michael Kotsch)
- Systematische Strategien zur weltweiten Islamisierung (Institut für Islamfragen der DEA)
- Der Priestersegen (Krista Gerloff)
Bibel und Gemeinde 3/11
Wenn Theologen einen Gott erfinden
... dann sieht das recht dürftig aus. Theologie ist doch auf das angewiesen, was Gott von sich selbst offenbart: in seinem Wort und in der Schöpfung. Ein Theologe sollte diese Offenbarung Gottes so, wie sie sich in den „beiden Büchern Gottes“ präsentiert, nämlich der Bibel und der Schöpfung, unbedingt ernst nehmen.
Aber genau das tun heutige Theologen kaum. Als Beispiel dient mir die „Einführung in die Schöpfungstheologie“ (WBG Darmstadt 2011. 134 S. Paperback: 14,90 €. ISBN 978-3-534-22838-6) von Hermann Stinglhammer, Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte am Department für Katholische Theologie der Universität Passau.
Einerseits lehnt der Theologe nicht nur jede Schöpfungswissenschaft ab, die die Bibel genauso ernst nimmt wie die Schöpfung, er erschafft sich sogar einen außerbiblischen „Gott der Evolution“, der nicht in dem engen und „dürftigen Intelligent Design-Bild“ aufgehen würde (S. 99).
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- Homosexualität in Römer 1,18-32
- Die Stellung der Konfessionen zur Inspiration und Irrtumslosigkeit der Bibel
- Theistische Evolution heute – „nichts Neues unter der Sonne“
Biblisch Glauben, Denken, Leben Nr. 91
Glauben hat Zukunft
„Glauben heißt nicht Wissen!“ Wie oft trifft man auf diese weithin verbreitete Aussage. Ableiten dürfte sie sich von Zitaten der Philosophen Schopenhauer und Nitzsche. So formulierte der erste: „Glauben und Wissen verhalten sich wie zwei Schalen einer Waage: In dem Maße, als die eine steigt, sinkt die andere“. Nitzsche seinerseits meinte: „Glaube heißt, nicht wissen wollen, was wahr ist“. Bisweilen werden sogar wir Christen von den oben genannten Aussagen verunsichert. Zuzuschreiben ist dies dem Effekt der ständigen Wiederholung solcher Sätze. Umso wichtiger ist es, sie einmal von der Warte unterschiedlicher Blickwinkel her zu hinterfragen.
Sagt mir etwa ein sehr nahestehender Mensch: „Ich liebe dich!“, so will ich natürlich auf irgendeine Art und Weise Gewissheit über die Glaubhaftigkeit dieser schönen Mitteilung erhalten. Aber wie? Kaum anders, als dass ich darauf vertraue und mich in solchem Glauben auf die Person einlasse? ...
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- Ist Selbstliebe biblisch? (Jürgen Neidhart)
- Ältester hebräischer Text entziffert (Johannes Gerloff)
- Auf der Suche nach der Handschrift Gottes. Gedanken zum 60-jährigen Jubiläum des Staates Israel (Johannes Gerloff).
- Buchbesprechung und Bibelbund-Termine
Eine notwendige Klarstellung zu den angeblich gefundenen Kreuzesnägeln von Jesus.
Bibel und Gemeinde 2/11
Die Hölle hat man abgeschafft
Ich saß in einer Predigt von Theo Lehmann. Es war in einem Kulturhaus in der Nähe von Chemnitz. Der engagierte Evangelist sprach über die Hölle. Das war schon vor 20 Jahren eine absolute Seltenheit. Ja, Theo Lehmann erklärte Gläubigen und Ungläubigen, was Hölle bedeutet, aber er machte ihnen die Hölle nicht heiß, sondern lud zum Glauben ein. Als ich nach der Predigt noch mit ihm sprach sagte er, dass er bei diesem Thema am meisten Ärger von seinen Amtsbrüdern bekommt, Pfarrern aus der Evangelischen Landeskirche.
Ende vergangenen Jahres wurde in Freiburg ein Jugendevangelist nach zwei JesusHouse-Abenden von der dortigen Evangelischen Allianz ausgeladen, weil er angeblich zuviel Druck auf die Zuhörer ausgeübt hätte. Er hätte unangemessen mit Gottes Zorn gedroht. Die Veranstalter reagierten damit auf Kritik aus der örtlichen Presse. In einer Stellungnahme in Idea Spektrum vom 14.12.2010 schrieb Lutz Scheufler, selber Jugendevangelist der Landeskirche Sachsens, unter anderem: „Ohne Jesus gibt es aber keinen Himmel! Weichei-Evangelisten, die das Gericht unterschlagen, legitimieren Psychotricks, die dem Zeitgeistgenossen einen … Himmel ohne Hölle vorgaukeln.“
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- Der Koran auf dem Prüfstand
- Calvins Lehre von der Bekehrung
- Warum steht Israel in den Medien so schlecht da?
Biblisch Glauben, Denken, Leben Nr. 90
Getarnte Egoismen
Jahreszeitlich veranlasst fand sich vor wenigen Wochen eine nette Karikatur in der Zeitung. Zwei Nachbarn kämpften tapfer mit den beachtlichen Schneemengen. Mittels Schneeschippe bahnte sich jeder seinen Weg. Irgendwann gelangte er an einen Punkt, wo er offenbar nicht mehr wusste, wohin mit der weißen Pracht. Jeder verfiel auf die gleiche glorreiche Idee: Schippen was das Zeug hält – auf Nachbars Grundstück. Am Ende ragte bei beiden in einer Gartenecke eine stattliche Halde empor. Im Bild waren sie noch weit voneinander getrennt. Aber spinnen wir die Geschichte weiter. Irgendwann entdeckt entweder A den Haufen in seinem Garten oder B. Und zu Recht vermutet er, dass jeweils der andere der Verursacher ist. Was könnte nun geschehen? Man trifft sich und bewundert bei einem Becher Glühwein das Resultat der nachbarlichen Anstrengungen. Oder aber unfreundliche Gedanken und Regungen stellen sich ein: Was hat der seinen Schnee bei mir abzulagern und meine Rosen zu beschädigen?!
In Wirklichkeit handelt natürlich niemand so. Oder doch? Häufig genug beanspruchen wir für uns selbst Freiräume und spezielle Sonderkonditionen. Anderen gewähren wir diese natürlich so nicht oder nur widerwillig. Das betrifft alle Bereiche unseres Lebens. Anspruchsdenken im Arbeitsleben schafft ein negatives Klima. Kampf der Geschlechter in der Ehe oder Streit der Generationen in der Familie vermag tiefe Wunden zu schlagen. Streit zwischen Nachbarn machen einen stattlichen Teil der Gerichtsprozesse aus. Einzig die Gemeinde ist ein Ort des Friedens. Oder…?
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- Vorbildliches Leben. Bibelarbeit zu Philipper 2,12-16 (Jürgen Neidhart)
- Was ist Islamismus? Ein Interview mit Christine Schirrmacher
- UNO-Resolution schützt Islam auf Kosten der Menschenrechte
- Buchbesprechungen und Bibelbund-Termine
Bibel und Gemeinde 1/11
Weltverschwörungen
Schlechte Nachrichten über Vergangenes und düstere Munkeleien über die Zukunft sind beliebt – nicht nur bei Journalisten. Schwarzmalerei ist auch bei vielen Christen der charakteristische Anstrich. Da mischt sich die Angst vor einer dunklen irdischen Zukunft mit der Lust, sich beschreiben zu lassen, wie schlimm es noch kommen wird: „Das brennt so schön im Gemüt!“ Machen wir uns selbst mit Scheinwissen um Mächte wichtig, die da heimlich im Hintergrund wirken?
Verschwörungstheorien feiern also nicht nur auf dem weltlichen Buchmarkt große Erfolge wie „Illuminati“ oder „Sakrileg“ beweisen. Man vermische etwas Weltverschwörung mit okkulter Magie und Kritik an der Katholischen Kirche, dann funktioniert es schon. Was es mit einem dieser Romane von Dan Brown auf sich hat, können Sie in „Bibel und Gemeinde“ 2006 Heft 1+2 nachlesen. In unserem neuen Heft setzt sich Johannes Pflaum mit den frommen Weltverschwörungstheorien auseinander und mahnt zu biblischer Nüchternheit.
Übrigens – wussten Sie, dass viele Menschen ausgesprochen verärgert auf frohe Botschaften reagieren?...
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- Weltverschwörungstheorien
- Gemeinde und Krankheit
- Heilungsauftrag der Gemeinde?
Bibel und Gemeinde Sonderheft
Die Macht von Gottes Wort
Theoretisch ist das völlig klar. Kaum ein Evangelikaler wird bezweifeln, dass Gottes Wort eine Macht ist. Wir sind überzeugt, dass nur Gott neues Leben schaffen kann und dass nur er es sein konnte, der Himmel und Erde gemacht hat. Freilich trauen ihm nicht alle zu, dass er das in sechs Tagen schaffte.
Trotzdem: Gottes Wort ist eine Macht! Und jeden Sonntag wird es von den Kanzeln gepredigt. Aber gerade hier kommen den Predigern die meisten Zweifel. Kann man die biblische Botschaft den Leuten einfach so anbieten? Muss man sie nicht wenigstens modern verpacken? Und tatsächlich wickelt man die Predigt in immer längere Rahmenprogramme ein. Ja, der Gottesdienst wird dadurch bunter. Aber die Menschen, gehen sie wirklich erfüllter nach Haus?
Wer die einfache Auslegungspredigt durch fromme Ansprachen ersetzt (oder gar durch Reden über das Zeitgeschehen), glaubt nicht mehr wirklich an die Kraft dieses Wortes. Er benutzt es noch, aber nur als Sprungbrett für die eigenen Ideen. Die biblische Botschaft ist nicht mehr die Basis seiner Predigt, sondern nur noch schmückendes Beiwerk. Und der Zuhörer erfährt nicht, was tatsächlich in der Bibel steht...
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- Anatomie einer Reformation
- Der Fall Rüschlikon
- Bibelkritik im deutschen Baptismus - muss das sein?
Biblisch Glauben, Denken, Leben Nr. 89
Falscher Augenschein
An einer großen kalifornischen Universität wurden vor einigen Jahren nur etwa 35% der weiblichen Bewerber zum Studium zugelassen, während 44% der männlichen Studienwilligen eine Zusage erhielten. Kein Wunder, dass dieser Fall vor Gericht landete. Ist doch in den USA jegliche Art von Diskriminierung auch schon im Ansatz verpönt und die Klagefreudigkeit zudem hoch. Nur eine himmelschreiende Ungerechtigkeit - so könnte man meinen - kann diesen Zahlen zugrunde gelegen haben.
Doch die Wahrheit war ganz anders: In jedem einzelnen Fachbereich wurde ein höherer Prozentsatz von weiblichen als von männlichen Bewerbern zugelassen. Dass trotzdem insgesamt gesehen der Anteil der erfolgreichen Bewerbungen von Frauen geringer war als der von Männern, das lag allein daran, dass erstere sich unverhältnismäßig häufig für Fachbereiche beworben hatten, die nur einen kleinen Prozentsatz ihrer Interessenten aufnahmen, während letztere sich eher für Studienrichtungen, die einen deutlich höheren Anteil ihrer Bewerber zum Studium zuließen, interessierten.
Wo also auf den ersten Blick der Sachverhalt völlig klar zu sein schien, hat eine genauere Untersuchung dann ergeben, wie die Dinge sich wirklich verhielten und was die Ursachen der scheinbaren Diskriminierung der Studienbewerberinnen in Wahrheit waren.
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- Es gibt kein Leben ohne Entscheidungen (Gottfried Hermann)
- Buchbesprechungen und Bibelbund-Termine
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